Bundesverdienstmedaille für ein aufopferungsvolles Leben

Mainz · Vom Bundespräsidenten hat Erika Jänen die Bundesverdienstmedaille verliehen bekommen. Die rheinland-pfälzische Sozialministerin Malu Dreyer überreichte ihr die Urkunde. Bei einer Feier im Mainzer Sozialministerium wurde Jänen für ihr soziales Lebenswerk geehrt. Ihr Engagement galt insbesondere ihrer Familie.

Staatsministerin Malu Dreyer (Mitte) mit Erika Jänen (zweite von links) bei der Übergabe der Urkunde.Foto:privat

Mainz. Erika Jänen hat den Beruf der Krankenpflegerin erlernt und nach der Lehre geheiratet. Sie brachte drei Töchter zur Welt und kümmerte sich als Hausfrau um die Erziehung und den Haushalt. 1991 erkrankte ihr damals 50 Jahre alter Ehemann unheilbar. Die Krankheit verschlimmerte sich schnell, so das er bereits 1993 zum Pflegefall und einige Jahre später zum Schwerstpflegefall wurde. Während des gesamten Zeitraumes von 18 Jahren pflegte Erika Jänen ihren Mann aufopferungsvoll. Obwohl sie im Laufe der Jahre selbst erkrankte und sich um die heranwachsenden Töchter kümmern musste, meisterte sie die schwierige Aufgabe weitgehend alleine mit großer Ruhe, Gelassenheit und Selbstverständlichkeit. Die Medaille wurde Erika Jänen vom Bundespräsident Christian Wulff verliehen. Dieser war bei den Feierlichkeiten im Mainzer Sozialministerium jedoch nicht dabei. Stattdessen wurde die Auszeichnung von Sozialministerin Malu Dreyer überreicht.
Ministerin Dreyer sagte in ihrer Laudatio "Sie gehören zu den unauffälligen und weitgehend unsichtbaren Säulen, die unsere Gesellschaft ganz wesentlich stützen und zusammenhalten. Sie haben einen wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft geleistet und stehen für alle, die tagtäglich im Stillen Vergleichbares in der Familie und im persönlichen Umfeld leisten." red