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Bunte Brücken für den Enztalradweg

Bunte Brücken für den Enztalradweg

Die Radfahrer müssen sich noch bis Ende Mai gedulden, dann wird der Radweg auf dem Teilstück Sinspelt-Daudistel offiziell eröffnet. Mit den zwei Brücken sind die zentralen Bauwerke des Radwegs schon fertig, und es fehlt nur noch die Schwarzdecke.

Daudistel. (stbr) Wer auf der L 4 zwischen Sinspelt und Daudistel unterwegs war, wurde den Winter über lange Zeit mit Baustellenschildern auf Tempo 50 abgebremst,obwohl man nur selten jemand auf der Baustelle sah. Mit steigenden Temperaturen wurde die Bautätigkeit wieder aufgenommen, und jetzt zeigen sich unübersehbar die Fortschritte in Form zweier schwungvoller blau-roter Brücken über die Enz, die mit einem schweren Kran auf die vorbereiteten Widerlager gehoben wurden. Seit dem ersten Spatenstich im November hat sich auch an der restlichen Trasse viel getan: Es wurde Mutterboden ausgebaggert, Schotter eingebracht und planiert. Laut Manfred Dichter, Sachgebietsleiter Bauen bei der VG Neuerburg, "muss jetzt nur noch die Schwarzdecke erstellt werden", was bis Anfang Mai erledigt sein sollte. "Die offizielle Verkehrsfreigabe wird mit Rücksprache mit dem Ministerium dann etwa Ende Mai sein", so Dichter. Die Wegefindung für den Radweg im Enztal war schwierig, da die Enz teilweise direkt neben der Stützmauer der Straße vorbeifließt und dort kein Platz für den Radweg verbleibt. Deshalb waren die Brücken erforderlich, die mit 295 000 Euro fast die Hälfte des Gesamtbudgets von 650 000 Euro ausmachten und von den Kommunen finanziert werden. Die andere Hälfte des Etats wurde größtenteils vom Land gefördert. Mit der Fertigstellung des Abschnittes Sinspelt-Daudistel ist man wieder ein Stück näher an einem durchgehenden Radweg von Prüm bis Trier, da sich auch die jetzt noch fehlenden Teilstücke Neuerburg-Daudistel und Enzen-Peffingen im fortgeschrittenen Planungsstadium befinden.