| 20:35 Uhr

Burengasse in Masholder: Anwohner warten auf Sanierung

Masholder. Der lange und frostige Winter hat auch in Masholder seine Spuren hinterlassen. Vor allem die ohnehin schon sehr marode Burengasse hat stark gelitten und müsste dringend erneuert werden. Doch damit ist so schnell nicht zu rechnen.

Masholder. Die Burengasse in Masholder ist zwar nicht besonders groß, die damit verbundenen Kosten einer Sanierung allerdings schon. Denn die 920 Quadratmeter Straßenfläche haben darunter einen Aufbau, der PAK-haltig ist.
PAK ist eine Abkürzung. Sie steht für polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe. Und diese Kohlenwasserstoffe, die in Teer enthalten sind, gelten als gesundheits- und umweltschädlich. Im Straßenbau wird deshalb längst auf Teer verzichtet, was aber nichts daran ändert, dass er bei der Sanierung alter Straßen immer wieder zum Vorschein kommt. So wie das auch in Masholder der Fall ist.
Um die 120 Meter lange Straße und den dazu gehörenden 40 Meter langen Ast in die Tannenstraße fachgerecht zu erneuern, ist deshalb auch ein neuer Aufbau notwendig.
Das wird nicht billig. Auf rund 153 000 Euro schätzt die Stadtverwaltung die Kosten für den Ausbau. 54 000 Euro davon übernehme die Stadt, der Rest gehe zur Lasten der Einwohner, wie Berthold Steffes, Leiter des Tiefbauamts, in einer Sitzung des Ortsbeirats erläutert. Zu klären sei dabei allerdings noch, ob diese Kosten auf die Anwohner oder aber in Form von wiederkehrenden Beiträgen auf alle Bürger des Stadtteils übertragen werden. Letzteres sei das, was auch der Ortsbeirats gewünscht habe, sagt Steffes. Doch in dem Zusammenhang warte man auf eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts in einem anderen Fall, die allerdings womöglich übertragbar sei.
Ordentliche Beleuchtung fehlt


Dass jedoch etwas passieren muss, steht für Steffes außer Frage. "Die Verwaltung ist der Meinung, dass die Straße ausbauwürdig ist und dass eine weitere Unterhaltung im jetzigen Zustand nur noch begrenzt möglich ist", sagt der Tiefbauamtsleiter. Zudem benötige die Straße auch eine ordentliche Beleuchtung. Angesichts der hohen Kosten sei mit dem Ausbau der Burengasse frühestens in ein paar Jahren zu rechnen, stellt Steffes klar. "Kurzfristig ist da nichts machbar", sagt er. uhe