Burg Rittersdorf bleibt ein Verlustgeschäft

Bitburg · Mit einer Burg lässt sich kaum Geld verdienen. Das bestätigt auch der nun vorgelegte Abschluss des Wirtschaftsjahres 2014 für die Burg Rittersdorf, der ein Minus von mehr als 87 000 Euro ausweist. Grund dafür sind vor allem Investitionen in eine neue Heizung.

Die Burg Rittersdorf (Bild) gehört mit dem Schloss Malberg zu den beiden historisch bedeutenden Bauwerken im Eigentum der VG Bitburger Land. TV-Foto: Uwe Hentschel

Foto: Uwe Hentschel (uhe) ("TV-Upload Hentschel"

Bitburg. Wenn in Gremien Jahresabschlüsse von freiwillig finanzierten Einrichtungen präsentiert werden und diese Abschlüsse dann zum wiederholten Male ein hohes Defizit aufweisen, taucht nicht selten die Frage nach der Notwendigkeit solcher Einrichtungen auf. Die Burg Rittersdorf im Eigentum der Verbandsgemeinde Bitburger Land ist so ein Fall, in dem man mit einer Diskussion dieser Art rechnen könnte. Doch bei der Präsentation des Jahresabschlusses 2014 im Verbandsgemeinderat wird darauf verzichtet. Was möglicherweise auch damit zusammenhängt, dass mit diesem Defizit zu rechnen war. Schließlich wurde im vergangenen Jahr die Heizung erneuert. Und das hat laut Tillmann Hilgenfeld dazu geführt, dass sich allein der Materialaufwand um mehr als 60 000 Euro erhöht hat.
Hilgenfeld ist Wirtschaftsprüfer des Büros Heinrichs & Partner, das jedes Jahr den Abschluss des Betriebszweigs Burg Rittersdorf prüft. "Leider ist es nie gelungen, ein positives Jahresergebnis zu erzielen", sagt Hinrichs mit Blick auf die Abschlüsse der vergangenen zehn Jahre. Und da sich inzwischen auch das Wirtschaftsjahr 2015 dem Ende neigt, weiß der Wirtschaftsprüfer bereits jetzt, dass er auch im kommenden Jahr ein Defizit präsentieren wird.
Wie Hilgenfeld erklärt, werde das zwar bei weitem nicht so hoch sein wie das von 2014. Dafür aber sei in 2016 erneut mit einem hohen Minus zu rechnen. Grund dafür sei der geplante Umbau der Küche, so Hilgenfeld. Genau genommen sei es nicht die Küche selbst, sondern nur der Raum. Die neue Einrichtung der Küche übernimmt der Pächter der Gas tronomie, der nach Auskunft der VG jedes Jahr - abhängig vom Umsatz - zwischen 30 000 und 35 000 Euro Pacht zahlt. uhe