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Burg und Drachen für Schwirzheim

Burg und Drachen für Schwirzheim

Nach mehr als zwei Jahre andauernder Renovierung ist das Dorfgemeinschaftshaus in Schwirzheim wieder eröffnet worden. Auf 935 Quadratmetern stehen der Gemeinde umfangreiche Möglichkeiten für Aktivitäten zur Verfügung. Bei der Feier wurde außerdem das neu entworfene Ortswappen von Schwirzheim vorgestellt.

Schwirzheim. (lk) Wehrturm, Schild, ein Bachlauf und ein Drachen zieren das neue Ortswappen der Gemeinde Schwirzheim. "Alles muss genau begründet sein", erklärte der promovierte Wappenexperte Christan Credner, der beim Entwurf maßgeblich beteiligt war. Die Zeichen spiegeln die Historie des Ortes, der erstmals im Jahre 943 urkundlich erwähnt wird, und seine geografischen Gegebenheiten wider. Die Heimathistoriker Walter Marx und Ernst Nober steuerten das geschichtliche Wissen hierzu bei. Künftig soll das Wappen als Glasgravur neben der Schwirzheimer Burg und Kirche an der neuen Galerie des Gemeindesaals seinen Platz finden.

Nach umfangreicher Renovierung des "Europahauses" ist ein multifunktionales Gebäude mit Möglichkeiten für Sport und Zusammenkunft entstanden. Neben dem großen Gemeindesaal befinden sich der Jugendraum und zwei Tagungsräume in dem Gebäude. Die Umbauarbeiten stammen aus der Feder von Architekt Peter Ludes. Die Gesamtkosten des Umbaus belaufen sich auf 745 000 Euro. Davon werden 389 000 Euro vom Land getragen.

Die Gemeinde Schwirzheim zählt rund 450 Einwohner. Sie gehört zu den selten gewordenen Eifelgemeinden, deren Bevölkerungszahl nicht rückläufig ist. Mit Blick hierauf sagte Landrat Roger Graef in seiner Laudatio: "Das architektonisch gelungene Europahaus wird mit Leben erfüllt werden." Für die künftige Wettbewerbsfähigkeit der Eifel sei die in den Orten gelebte Gemeinschaft ein wichtiger Punkt.

Bürgermeister Aloysius Söhngen lobte das persönliche Engagement von Ortsbürgermeister Hermann Mücken: "Das Gemeindehaus ist das Kind von Hermann Mücken. Er hat sich bis zur Fertigstellung täglich gekümmert." Nach dreißig Jahren scheidet Mücken nach der Kommunalwahl aus seinem Amt. Die Renovierung ist das größte Projekt in seiner Zeit als Ortsbürgermeister. "Wir hoffen, dass die Bevölkerung von dem Gemeindehaus ebenso angetan ist wie wir", sagte Mücken. Indes freute sich auch Udo Knauf, Vorsitzender des Tischtennis-Clubs, über die Fertigstellung: "Wir nutzen das Haus rund Tausend Stunden im Jahr. Der Saal bietet einmalige Möglichkeiten für Training und Wettkämpfe."