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Burgflecken bekommt weitere Fördermittel

Burgflecken bekommt weitere Fördermittel

Schönecken ist auf dem Weg endlich seinem Namen wieder alle Ehre zu machen. Das Gemeindehaus steht, die alte Brennerei ist saniert und die Ortsdurchfahrt wird instand gesetzt. Und es geht weiter: Aus Mainz kam nun die Bewilligung von weiteren 100 000 Euro.

Schönecken. Mit Hochdruck wird weiter an der Instandsetzung des historischen Ortskerns im Burgflecken gearbeitet. Läuft alles nach Plan, kann im Frühjahr mit der Sanierung der Ortsdurchfahrt begonnen werden. Jetzt hat das Innenministerium weitere Mittel bewilligt: Schönecken erhält 100 000 Euro aus dem Bund-Länder-Programm "Historische Ortsbereiche - städtebaulicher Denkmalschutz" (siehe Extra).
"Schönecken will die Mittel hauptsächlich für Bauprojekte und Neuordnungsmaßnahmen in der Ortsmitte sowie zur Unterstützung privater Modernisierungsmaßnahmen einsetzen", teilt Innenminister Roger Lewentz mit.
Das Bauamt der Verbandsgemeinde (VG) Prüm wird konkreter: Neben privaten Förderungen von Bauprojekten an der Straße Unter der Pfordt, werde ein großer Teil der nun zugesprochenen Mittel in die Gehwegsanierungen, die im Zuge des L 5 Ausbaus von der Ortsgemeinde bezahlt werden müssen, fließen.
Während auf der 500 Meter langen Sanierungsstrecke die Fußgängerwege im Bereich der Lindenstraße noch gut in Schuss sind und nicht erneuert werden, sollen sie in der Straße Unter der Pfordt komplett ausgebaut werden. Der Ortsgemeinderat hat in seiner Sitzung im November beschlossen, die Umgebung der historischen Treppenzugängen, die zum Burgberg führen, farblich und vom Material abzusetzen (der TV berichtete).
"Mit der Einweihung des Forums im Flecken und der Sanierung der alten Brennerei haben wir 2014 wieder einiges erreicht. Das nächste Jahr wird vor allem von der Sanierung der L 5 geprägt sein", sagt Ortsbürgermeister Matthias Antony.
Die Rechnung geht auf


Antony setzt darauf, dass die Aufwertung der maroden Straße weitere Sogwirkungen auf die Besitzer von Häusern im historischen Ortskern haben wird. "Es zeigt sich, dass sich unsere Investitionen lohnen", stellt er erfreut fest.
Beispielsweise seien nach der Sanierung der alten Brennerei und der Gestaltung des nun öffentlichen Platzes vor dem Gebäude die Fassaden der Nachbarhäuser auch renoviert worden. Die Initiative der Gemeinde habe also zu Nachfolgeinvestitionen aus privater Hand geführt: "Genau so haben wir es uns vorgestellt."
Zum Ende des Jahres hat die Ortsgemeinde ihre Bemühungen zur Vermarktung bisher leer stehender Bauten entlang der Ortsdurchfahrt noch mal intensiviert. "Wir haben eine Werbekampagne gestartet. Sie weißt auf die äußerst guten Investitionsmöglichkeiten mit Förderansprüchen und guten Zinssätzen hin", sagt Antony. Erste Erfolge hätten sich gleich gezeigt: "In kürzester Zeit ist es uns gelungen, ein langjährig leer stehendes Gebäude an einen Interessenten zu vermitteln", sagt der Ortsbürgermeister. Der Käufer wolle es zu einem Mietobjekt umbauen.
Bisher erfolglos blieb aber die Suche nach einem Interessenten für die Alte Kellnerei direkt unter der Burgruine - im Ort besser bekannt als die alte Schule. Das einst prunkvolle Gebäude mit 370 Quadratmetern Wohnfläche und 4000 Quadratmetern Grundstück steht seit vielen Jahren leer.
"Die Größe ist ein Problem bei der Vermarktung, aber vielleicht findet sich bei den günstigen Finanzierungsbedingungen auch dafür bald jemand", hofft der Ortsbürgermeister.Extra

Die Ortskernsanierung Schöneckens läuft seit 2002. 2009 wurde die Ortsgemeinde in das Bund-Länder-Programm "Historische Stadtbereiche - städtebaulicher Denkmalschutz" aufgenommen. Es ist im Stadterneuerungskonzept des Landes das Förderinstrument zur Unterstützung von städtebaulichen Maßnahmen. Innerstädtische, insbesondere historische Stadtkerne mit denkmalwerter Bausubstanz, sollen damit erhalten werden. Schönecken hat mit dieser Hilfe unter anderem das Gemeindehaus Forum im Flecken gebaut, die alte Brennerei saniert, den neuen Dorfplatz gebaut und etliche private Bauprojekte unterstützt. Bis heute wurden 1,8 Millionen Euro an Fördermitteln bewilligt. aff