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Cascade Bitburg erhöht die Preise

Freizeit : Cascade Bitburg erhöht die Preise

2014 wurden sowohl für den Schwimmbadbereich als auch für die Sauna die Eintrittspreise erhöht. 2015 dann ein weiteres Mal, dabei aber nur für die Sauna. Seitdem sind die Preise unverändert, was sich aber nun zum 9. Mai ändern soll. Ab dann nämlich wird der Besuch des Cascade-Freizeitbads teurer.

Eine Stunde Schwimmen für Erwachsene im Cascade-Freizeitbad in Bitburg wird ab 9. Mai vier statt bislang 3,50 Euro kosten (für Jugendliche 2,70 statt 2,30 Euro) und eine Tageskarte 8,90 statt 8,20 Euro (für Jugendliche 5,50 statt 5,30 Euro). Ähnliches gilt auch für den Besuch der Sauna. Zweistündiges Saunieren kostet ab Sonntag 15 statt 14 Euro, die Tageskarte erhöht sich von 18 auf 19,50 Euro.

Mit der Preiserhöhung ändert sich auch die Tarifstruktur. Während bislang bei den Eintrittsgeldern zwischen ein-, zwei-, drei- und vierstündigen Besuch und differenziert wurde und der Besuch des Cascade darüber hinaus während der Winterzeit an Sonn- und Feiertagen auch teurer war als an Werktagen, soll es zukünftig weniger Zeitstaffelungen und auch keine Unterscheidung mehr bei den Wochentagen geben. Für Gäste, die gewöhnlich nur sonntags ins Cascade gehen, wird es somit unterm Strich etwas günstiger.

Seitens der für die Bewirtschaftung des Cascade zuständigen städtischen Betriebs- und Verwaltungsgesellschaft Bitburg (BVB) war zunächst eine etwas schwächere Preiserhöhung vorgeschlagen worden. Doch angesichts der schlechten Haushaltslage hat sich der Hauptausschuss auf etwas höhere Tarife verständigt, denen dann auch der Stadtrat zugestimmt hat. Laut BVB-Geschäftsführerin Elfriede Grewe liegt das Cascade damit aber „preislich immer noch weitgehend auf Linie“ mit anderen vergleichbaren Schwimmbädern der Region.

Nicht ganz auf Linie sind die neuen Tarife allerdings mit den Vorstellungen von Stadtratsmitglied David Ewald. So bedauert der Fraktionsvorsitzende der Grünen, dass durch die neue Tarifstruktur der Preis für zwei Stunden Schwimmbadnutzung wegfalle, und das obwohl gerade dieser Tarif doch der sei, der laut der in der Sitzung ebenfalls präsentierten Besucherstatistik am meisten gebucht werde. Ewalds Fraktion stellt deshalb den Antrag, den Zwei-Stunden-Tarif auch zukünftig anzubieten, doch findet dieser Antrag im Rat keine Mehrheit. Wie Grewe erklärt, gebe es bei den Besuchern, die für zwei Stunden eine Eintrittskarte kauften, auch die meisten Nachzahlungen, da deren Aufenthalt im Cascade dann doch oft etwas länger sei als geplant. Von daher werde man mit einem Drei-Stunden-Tarif dieser Situation durchaus gerecht.

Laut Cascade haben 2019, dem letzten „normalen“ Geschäftsjahr ohne Pandemie-Einschränkungen knapp 200.000 Menschen das Cascade besucht. Mit dem Schwimmbad wurde demnach ein Umsatz von rund 800.000 Euro erzielt, mit der Sauna weitere knapp 324.000 Euro. Der daraus erzielte Gewinn reichte aber bei weitem nicht, um die hohen Unterhaltungs- und Personalkosten zu decken. Aus diesem Grund erwirtschaftet das Cascade jährlich auch ein millionenschweres Defizit.

Was die seit Monaten steigenden Energiepreise betrifft, so machen sich diese in der Einrichtung bislang noch nicht sonderlich bemerkbar. Zwar heizt das Cascade mit Gas, doch gibt es laut der BVB-Geschäftsführerin einen vertraglich vereinbarten Tarif, der noch bis Ende 2023 gilt. Und da auch der Strom zu 95 Prozent über eigene Blockheizkraftwerke erzeugt werde, sei das Cascade auch von den derzeit hohen Strompreisen nur wenig betroffen.