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CDU fordert besseres Handynetz für die Südeifel

Politik : CDU fordert besseres Handynetz

Funklöcher und miserable Netzqualität nerven die Menschen nicht nur in der Südeifel. Dort will die CDU-Fraktion im nächsten VG-Rat eine Resolution für eine bessere Versorgung anregen. Land, Bund und Mobilfunkanbieter sind aufgefordert, ein Konzept zu erarbeiten.

Wer kennt das nicht? Man fährt mit dem Auto durch die Eifel und telefoniert per Handy. Doch immer wieder endet das Gespräch abrupt, weil man schon wieder in ein Funkloch gerät. Die Eifeler kennen die Stellen bereits gut. Denn in den vergangenen 20 Jahren gab es keine Verbesserung.

Ein Missstand, mit dem die CDU-Fraktion des VG-Rats Südeifel gemeinsam mit dem CDU-Gemeindeverband  und der Jungen Union  - beide Südeifel - aufräumen möchte.

„Ich ärgere mich furchtbar über die Funklöcher, die wir schon seit 20 Jahren haben. Wenn ich von Kaschenbach nach Neuerburg zur Sitzung fahre, habe ich vier Stellen, wo ich kein Netz mehr habe“, sagt Niko Billen, CDU-Fraktionsvorsitzender.

Und dann zählt er weitere Bereiche auf, wo es in der Eifel keinen Mobilfunk gibt: „Meckel, Eßlinger Höhe, Stedemer Senke im Bitburger Land, zwischen Irrel und Niederweis, in Ernzen und zwischen Sinspelt und Neuerburg. Das zieht sich durch die ganze Region durch“, sagt er. „Dass wir im ländlichen Raum absolut hinten dran sind, ärgert mich einfach.“

Um die Situation zu verbessern, beantragt die CDU-Fraktion beim nächsten VG-Rat am Donnerstag, 21. Juni, 18 Uhr, in der Gemeindehalle in Irrel eine Resolution zur Verbesserung der Mobilfunkversorgung in der VG Südeifel. Darin wird gefordert, dass Bund, Land, VG und Mobilfunkanbieter gemeinsam ein Konzept erarbeiten, um die Situation zeitnah zu verbessern.

Die Telekom und andere Netzanbieter machen ihre Netzabdeckung transparent. Auf Internetseiten kann man per Eingabe der  Postleitzahl und des Ortes das Angebot überprüfen. Im Bereich der VG Südeifel gibt es viele weiße Flächen. „Es gibt keine Ausbauverpflichtung. Wir bauen da aus, wo es wirtschaftlich sinnvoll ist“, sagt George McKinney, Pressesprecher der Telekom. Eine Mobilfunkstation koste das Unternehmen zwischen 60.000 und 150.000 Euro zuzüglich der Betriebskosten. Dazu kämen zig Auflagen, Standortfreigabe und Anträge und dann habe man da vielleicht 200 Kunden – „der Aufwand steht in keinem Verhältnis“, sagt der Sprecher. „Wir haben mit Abstand das beste LTE-Netz in Deutschland und bauen kontinuierlich aus, aber wir können nicht überall sein. Im Bereich Neuerburg und Sinspelt haben wir derzeit keine Ausbaupläne.“

Die Schwierigkeit, jemanden für die Situation in der Eifel haftbar zu machen, sieht auch Moritz Petry, Bürgermeister der VG Südeifel. „Da ist die Bundespolitik gefragt, für eine Netzabdeckung zu sorgen“, sagt er. Wenn die Bundesnetzagentur die Mobilfunklizenzen versteigere, müsse es so sein, dass derjenige, der den Zuschlag bekomme, im Gegenzug dafür sorgen müsse, eine nahezu hundertprozentige Netzabdeckung zu gewährleisten, lautet sein Vorschlag. „Das nicht jedes Tälchen ausgeleuchtet werden kann, ist klar, aber es kann nicht sein, dass es an den Bundesstraßen keine Netzabdeckung gibt“, sagt Petry. Es sei auch wichtig, zum Beispiel aus dem Wald heraus Rettungsteams zu erreichen. Gerade die jüngsten Ereignisse hätten gezeigt, wie wichtig es sei, dass Polizei, DRK und Feuerwehr sich zur Gefahrenabdeckung gegenseitig erreichen können.