CDU weiter stärkste Kraft in der Verbandsgemeinde Arzfeld

Kommunalwahl 2019 : CDU weiter stärkste Kraft in der Verbandsgemeinde Arzfeld

Kreistag-, Verbandsgemeinde- und Gemeinderatswahlen – wie hat der Islek gewählt?

Ab dem 27. Juni hat Bürgermeister Andreas Kruppert einen neuen Verbandsgemeinde-Rat vor sich. „Viele Verschiebungen gibt es bei uns nicht“, sagt er. Aus 43 Stimmbezirken sind 7793 Menschen zur Wahl aufgefordert. Den Gang zur Wahlurne treten 5312 Bürger an. Damit liegt die Wahlbeteiligung mit 68,2 Prozent leicht höher als noch bei der Wahl 2014.

Verbandsgemeinderat

Die CDU bleibt stärkste Kraft mit 43,5 Prozent und erhält damit elf Sitze im Rat. Durch den Wegfall der Freien Wählergemeinschaft (FWG), die im April ihre Kandidatenliste wegen eines Formfehlers zurückgezogen hat, standen neben den Christdemokraten SPD (22,6 Prozent), die Liste Köppen (19,3 Prozent) und das Bündnis 90/Die Grünen (14,6 Prozent) zur Wahl.

Im Vergleich zur Wahl 2014 konnte die Liste Köppen 4,3 Prozentpunkte zulegen und erhält fünf Sitze im VG-Rat. Die Grünen wiederum haben ihr Ergebnis fast verdoppelt (2014: 7,8 Prozent). „Der bundesweite Trend der Grünen hat sich auch bei uns niedergeschlagen“, sagt Kruppert, der mit dem Ergebnis der CDU zumindest auf Verbandsgemeinde-Ebene zufrieden ist.

Kreistagswahl

Auf dieser Ebene sehe es wieder anders aus. Hier nennt Kruppert das Abschneiden der CDU enttäuschend. 6,3 Prozentpunkte verlieren die Christdemokraten in der VG Arzfeld bei der Kreistagswahl. Mit 43,5 Prozent sind sie dennoch weiterhin deutlich stärkste Kraft, gerade mal die Hälfte der Stimmen geben die Arzfelder der SPD (21,1 Prozent/ 2014: 24,4 Prozent). Die Grünen gewinnen auch hier an Zuspruch und sind mit 12,6 Prozent im zweistelligen Bereich angelangt. Sie verzeichnen damit ein Plus von 4,6 Prozentpunkten. FDP (5,4 Prozent), Linke (2,6 Prozent) und die FWG (11,7 Prozent) können leicht zulegen im Vergleich zu 2014.

Erstmals stand auch die AfD in der VG Arzfeld auf Kreistagsebene zur Wahl. Mit 3,1 Prozent liegt das Ergebnis aus Arzfeld unter denen der anderen Verbandsgemeinden im Eifelkreis. Dabei fällt auf, dass die drei Verbandsgemeinden, die die größten Berührungspunkte mit der luxemburgischen oder belgischen Grenze haben, allesamt unter vier Prozent bleiben (Prüm 3,6 Prozent, Südeifel 3,4 Prozent). Die weiter landeinwärts liegenden Kommunen hingegen überschreiten die vier Prozentmarke deutlich, teils auch die fünf Prozent (Bitburger Land 4,5 Prozent, Bitburg 4,9 Prozent, Speicher 5,2 Prozent).

Stimmen der Parteien

Für Andreas Kruppert zeigt sich in dem niedrigen Ergebnis für die AfD, das damit auch deutlich unter dem Bundesdurchschnitt liegt, dass man in seiner Verbandsgemeinde auf dem richtigen Weg sei. „Wir dürfen keine populistische Politik aufkommen lassen. Es müssen weiter gute Alternativen geboten werden“, sagt der Bürgermeister.

Ob mit der Zunahme der Stimmen der Grünen das eigene Handeln vor Ort nochmal mehr auf Klima- und Umweltpolitik fokussiert werde? Kruppert sagt, dass die etablierten Parteien sich dahinter klemmen müssen. „Da ist es durchaus im Programm, aber nicht so groß herausgestellt.“

Rainer Hoffmann führt die Liste der Sozialdemokraten in der VG Arzfeld an. Durch den Verlust eines Sitzes im VG-Rat herrsche leichte Enttäuschung. Nach aktuellem Stand stellt die SPD zudem keine Frau für den Arzfelder Rat. „Wir hoffen auf die Beigeordneten-Wahlen. Wenn wir einen Beisetzer stellen, rückt Nina Allar direkt nach“, sagt Hoffmann. Für die kommende Legislaturperiode baut er auf eine „weiterhin gute Zusammenarbeit der einzelnen Fraktionen“.

Herrmann Köppen von der Liste Köppen freut sich darüber, das Ergebnis von 2014 verbessert zu haben. „In 20 Gemeinden sind wir zweitstärkste Kraft, in drei sogar die stärkste Fraktion“, sagt Köppen.

Wolfgang André von den Grünen war vor Redaktionsschluss nicht zu erreichen.

Ortsgemeinden

Im Rahmen der Kommunalwahlen ließen 25 Gemeinden neue Ortsbürgermeister wählen. In den restlichen Gemeinden entscheiden die Ortsgemeinderäte über die Bürgermeister. Die Einzelkandidaten wurden alle gewählt. Eine Ausnahme bildet Klaus Dingels in Herzfeld (44,8 Prozent), hier kommt es zur Wahlwiederholung. In Daleiden gewann Herbert Maus von der FWG Daleiden mit 74,5 Prozent gegen Rüdiger Schausen von der CDU. In Lünebach erhielt Albert Tautges 68,1 Prozent der Stimmen gegen Karl-Heinz Krost.

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