1. Region
  2. Bitburg & Prüm

China auf der Überholspur

China auf der Überholspur

BITBURG. (lyv) Etwa 100 Gäste folgten der Einladung der FDP Bitburg-Prüm zum Neujahrsempfang im Haus Beda in Bitburg. Gastredner war in diesem Jahr der deutsch-griechische parlamentarische Geschäftsführer der FDP im Europaparlament, Jorgo Chatzimarkakis.

Neu in der Runde waren die Sternsinger, die zum Auftakt der Veranstaltung auf die Kinderarmut in Peru aufmerksam machten und im Anschluss reichlich Geldscheine in ihren Sammelbüchsen mitnahmen. Marie-Luise Niewodniczanska, Vorsitzende der FDP Bitburg-Prüm, blickte zurück auf das vergangene Jahr und stellte fest, dass eine große Koalition nach der Wahl von den Liberalen "so nicht erwünscht" war. Mit der Echternacher Springprozession vergleicht sie die von der Bundeskanzlerin Angela Merkel angekündigte "Politik der kleinen Schritte". Reichensteuer, Sozialversicherungssystem, Subventionsmilliarden, Arbeitslosenquote und die Abschaltung der Kernkraftwerke waren nur einige Kritikpunkte in Niewodniczanskas Rede. Für die Landtagswahlen sieht sie in dem dritten Beigeordneten Hermann Marx einen guten Kandidaten: "Ob unser Ziel, dass er den vierten Platz auf der Bezirksliste bekommt, in Erfüllung geht, wissen wir Montagabend." Zehn "fromme" Wünsche für das Jahr 2006 hat der Europaparlamentsabgeordnete Jorgo Chatzimarkakis, zuständig für Rheinland-Pfalz, Saarland, Luxemburg, Bayern sowie einen Bezirk im Osten der griechischen Insel Kreta. Unter anderem sprach er sich aus für die Föderalismusreform, den Bürokratieabbau und die Sicherung der Herkunftsbezeichnung, vor allem das Reinheitsgebot für deutschen Wein. In der Energiefrage setzt die Partei auf Atomenergie, Photovoltaik "und noch stärker sollten wir sein bei Bio-Diesel und Bio-Sprit". Chatzimarkakis forderte ein anderes Verhältnis zu China: "Ich glaube, sie werden uns schon nächstes Jahr überholen und wir gucken naiv zu." Ein wenig mehr Selbstliebe wünschte sich der Deutsch-Grieche zum Schluss: "Wir müssen anfangen, unsere Stärken zu stärken."