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Chirurgie-Lösung in Sicht

Chirurgie-Lösung in Sicht

In der Frage der Nachbesetzung der chirurgischen Abteilung in der Marienhaus-Klinik in Neuerburg deutet sich eine Lösung an. Im Frühjahr 2008 soll es einen Wechsel geben, so dass die medizinische Grundversorgung gesichert sein wird.

Neuerburg. So wie es aussieht, wird die medizinische Grundversorgung im Neuerburger Land aufrechterhalten. Nach den Worten von Neuerburgs Stadtbürgermeister Willi Hermes (CDU) steht - voraussichtlich zum 1. April 2008 - ein Nachfolger für den zurzeit noch am Neuerburger Krankenhaus niedergelassenen Chirurgen Dr. Zahar Sayar bereit. Damit würden sich alle Spekulationen, wonach diese Stelle nicht nachbesetzt würde, endgültig zerstreuen. Trotzdem übt sich die Trägerspitze der Marienhaus GmbH in Waldbreitbach nach wie vor in Zurückhaltung. Klinik-Sprecher Heribert Frieling jedenfalls wollte diese frohe Kunde weder bestätigen noch dementieren. Gleichwohl verwies er darauf, dass der Vertrag mit dem neuen Chirurgen noch nicht unterzeichnet sei.Weiter im Dunkeln, zumindest offiziell, tappt die Verbandsgemeindeverwaltung in Neuerburg. Rathauschef Norbert Schneider (parteilos) hatte erst bei der jüngsten Verbandsgemeinderatsitzung mitgeteilt, dass er in dieser Frage noch einmal Kontakt zur Neuerburger Krankenhaus-Leitung aufgenommen habe. Die Antworten seien derweil nicht besonders aussagekräftig gewesen. In einem Telefonat sei von Geschäftsführerin Vera Bers lediglich mitgeteilt worden, "dass alles läuft". Schneider: "Dann lassen wir die jetzt mal in Ruhe arbeiten und gucken, was da passiert." Bürgermeister Norbert Schneider hatte bereits vor etlichen Wochen seine Sorgen um die Nachbesetzung in der Neuerburger Krankenhaus-Chirurgie öffentlich kundgetan. So ist es auch ein offenes Geheimnis, dass er den Trierer Arzt Dr. Martin Hunger gerne involviert sähe, der angekündigt hatte, zusammen mit einem Kollegen an der Enz einzusteigen. Schneiders Sorge um die Grundversorgung hatte ihm seinerzeit den Zorn der Klinik-Leitung eingebracht. Schließlich stünde es ihm nicht zu, sich in diese Personalangelegenheit einzumischen, hieß es damals. Mit Interesse verfolgt man im Neuerburger Rathaus also nun den Fortgang der Dinge. Bisher hat die Marienhaus GmbH alle ihre Ziele erreicht, darunter die Einrichtung der Intensivstation. Auf dem Weg der Neustrukturierung der Marienhaus-Klinik St. Josef, so der neue offizielle Name, hat das Management allein damit ein wichtiges Etappenziel erreicht. Denn erst kürzlich wurde mit Dr. Rainer Hombach ein neuer Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin eingeführt (der TV berichtete). Die Marienhaus-Klinik St. Josef möchte sich nämlich künftig auf mehrere Pfeiler stützen. Neben der chirurgischen und internistischen Grundversorgung gilt es, die neue Intensivstation mit 14 Betten sowie die Pflegeeinrichtung zur Behandlung von Wachkoma-Patienten, die einer neurologischen Langzeit-Rehabilitation und intensiver Pflege bedürfen, aufrechtzuerhalten.