Chronischer Fehlbedarf

Die Situation ist nicht neu. Das Defizit gehört zum Prümer Haushalt wie die Basilika auf den Hahnplatz. Nun können die Prümer sich nicht beklagen. Seit Jahren fließen Millionen-Zuschüsse in die Stadt.

Die Herren über die Mittelvergabe aus Städtebauförderung und Stadtsanierung haben es mit den Abteistädtern immer gut gemeint. Auch der Kreis gibt nach wie vor, obwohl der auch schon pleite ist. Wie lange der zum Beispiel noch in der Lage sein wird, den Kurcenter-Zweckverband am Leben zu erhalten, muss abgewartet werden. Nach dem Teichplatz-Flop ist es der Stadt Prüm (erneut mit Hilfe anderer) gleichwohl gelungen, seine vorerst letzten "Big Points" seriös zu setzen. Der Ausbau der B 410 in Niederprüm sowie der Bau der Stadthalle sind in Zeiten leerer Kassen Projekte, um die manch andere Kommune die Prümer beneidet. Bei Licht betrachtet gehört da die Beseitigung der größten städtebaulichen Nachkriegssünde, nämlich die Neugestaltung des Hahnplatzes, ins Reich der Fantasie. m.reuter@volksfreund.de

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