Citytours Trier richtet im Industriegebiet in Irrel Betriebshof ein

Öffentlicher Nahverkehr : Mehr Busse für die Südeifel

Der Nahverkehr in der ländlichen Region soll besser werden. Die Firma Citytours Trier wird deshalb im Industriegebiet Zweibrück in Irrel ihren Betriebshof errichten. Am Samstag, 14. September, ist von 14 bis 18 Uhr Bewerbertag, bei dem sich Busfahrer vorstellen können.

42 Busse sollen ab Dezember dieses Jahres im Gewerbegebiet Zweikreuz in Irrel einen neuen Standort finden. Das hat jetzt das Busunternehmen Citytours Trier angekündigt. Gesellschafter dieses Unternehmens sind Bollig Voyages und das in Luxemburg ansässige Unternehmen Emile Weber.

Anlass für die Verlegung der Busse sind Pläne ist das Nahverkehrskonzept der Region Trier. Damit soll das Busangebot deutlich verbessert werden. In der Vulkaneifel wurde dies beireits im vergangenen Jahr umgesetzt. In der Südeifel ist der Startschuss für den 16. Dezember geplant.

Wie Andreas Winter, Geschäftsführer der Citytour Trier, sagt, soll die Leistung beim Nahverkehr um 70 Prozent steigen. Es gebe zwar weiterhin 15 Linien, aber der Fahrplan werde optimiert und die Zahl der Fahrten deutlich erhöht. Das soll im Idealfall dazu führen, dass die Dörfer häufiger angefahren werden und die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel wieder attraktiver werden. Zum Linienbündel Südeifel mit dem Knotenpunkt in Irrel gehören regionale Hauptlinien und zum Teil kreisüberschreitende Ergänzungslinien. Auch nach Luxemburg führt eine Busstrecke.

Die Firma Citytour Trier wird in Irrel im Industreigebiet Zweibrück  von der ebenfalls dort ansässigen Firma Kohl ein im Jahr 2011 erbautes Gebäude anmieten. Zur Verfügung stehen dann eine 1000 Quadratmeter große Halle und ein 500 Quadratmeter großes Verwaltungsgebäude. „Für den Einsatz unserer Busse liegt der neue Standort Irrel logistisch optimal“, sagt Andreas Winter. Auch die Gebäude seien gut geeignet, weil man keine baulichen Änderungen vornehmen müsse. Die Instandhaltung der Busse könne in der fünf Kilometer entfernten Werkstatt des Busunternehmens Bollig Voyages in Echternach erfolgen.

Für den neuen Standort werden laut Winter 20 neue Busse angeschafft. Diese würden derzeit bei der Firma Setra in Neuulm gebaut. Ab Mitte Oktober werde mit der Auslieferung der neuen Fahrzeuge gerechnet. Pro Bus werden etwa 200 000 und 250 000 Euro investiert.

Die übrigen der 42 Fahrzeuge kommen aus dem Bestand der Firma. Diese gebrauchten Busse, die nicht älter als acht bis zwölf Jahre sind, sollen vor dem Einsatz in der Südeifel überarbeitet und einheitlich in den Farben des ÖPNV lackiert werden.

Fahren sollen in erster Linie Niederflurbusse. Das sind Modelle, die auch für Menschen mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen barrierefrei zu erreichen sind.

Wie Winter weiter mitteilt, sollen neben der Erweiterung des Fahrplans auch Rufbusse eingesetzt werden. Diese werden zunächst auch von dem Busunternehmen gestellt, es könnten aber auch Taxiunternehmen beauftragt werden.

Bei dem Bewerbertag am Samstag, 14. September, von 14 bis 18 Uhr im Gewerbegebiet Auf Zweikreuz hofft Winter auf ausreichend Bewerber. „Es ist auch in der Eifel schwierig Personal zu finden“, räumt Winter ein. Man hoffe aber, als guter Arbeitgeber interessant zu sein für die Bewerber. Angesprochen werden auch LKW-Fahrer, die zu Busfahrern umgeschult werden können.

Infos: www.citytour-trier.de

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