1. Region
  2. Bitburg & Prüm

Es ist einfach zu eng in Bitburgs Südschule: Container für Bitburgs Grundschule Süd bestellt

Es ist einfach zu eng in Bitburgs Südschule : Container für Bitburgs Grundschule Süd bestellt

Container für Kinder? Auch im Stadtrat findet das keiner ideal. Aber es dauert einfach zu lange, bis die Grundschule Süd um Mensa und zusätzliche Klassenräume erweitert ist. Bis dahin behilft man sich mit einer Notlösung. Vier Klassen wechseln in Container.

(de) Gegessen wird im Mehr-Schicht-Betrieb. In den provisorischen Speiseraum im Souterrain passen nur rund 50 der insgesamt 265 Jungen und Mädchen, die die Bitburger Grundschule Süd besuchen. Und nicht nur beim Essen ist es eng. Auch für den Ganztagsbetrieb und Förderschüler fehlen Räume.

Deshalb hat der Stadtrat 2018 beschlossen, die Schule um eine Mensa und zusätzliche Klassenzimmer zu erweitern. Auch die Turnhalle soll saniert, eventuell sogar ganz neu gebaut werden. Alles in allem ein mehr als zwei Millionen Euro starkes Projekt. Doch das existiert bisher noch nicht mal als Planskizze. Denn der Architekten-Wettbewerb für die Um- und Neugestaltung soll erst in diesem Frühjahr ausgeschrieben werden.

Vor 2021, schätzt Bauamtsleiter Berthold Steffes, werde an der Südschule nicht gebaut. Und bis dann mal alles fertig ist, wird auch noch Zeit vergehen. Für die Schule ist die Situation so aber nicht länger tragbar. 2018 wurde der EDV-Raum abgeschafft, die Bibliothek in den Keller verlegt. Nun soll eine Übergangslösung her.

Auch darüber wird im Stadtrat schon länger diskutiert. Container findet keiner ideal. Es wurde nach Ausweichmöglichkeiten in Gebäude in der Nachbarschaft gesucht – geeignete Räume gab es dann aber nicht. Es wurde geprüft, ob es nicht günstiger sei, Container zu kaufen, anstatt zu mieten – schließlich entsteht spätestens bei der Sanierung der Kita Liebfrauen abermals Raumbedarf. Aber zu kaufen wäre teurer geworden.„Und es bleibt die Frage, ob solche Container an anderer Stelle überhaupt gepasst hätten, wenn sie denn nach zwei, drei Jahren nicht sowieso verlebt sind“, sagt Steffes.

Dass die ganze Sache sich nun schon ziehe, kritisierte Petra Streit (Liste Streit) in der jüngsten Stadtratssitzung, ähnlich wie Irene Weber (SPD) Ende vergangenen Jahres, die entsetzt war, dass die Container nicht schon längst da stehen.

Die Stadt habe einiges regeln müssen. So seien die Container nur 2,80 Meter hoch und damit 20 Zentimeter weniger als die vorgegebene Mindesthöhe von drei Metern. „Da es sich um eine temporäre Einrichtung handelt, können wir ausnahmsweise von dieser Vorgabe abweichen“, sagt Steffes. Aber all das habe man abklären müssen.

Das günstigste Angebot auf die Ausschreibung hin hat die Firma Amtra aus Wesseling eingereicht. Gesamtkosten für zwei Jahre Container-Miete: 192 000 Euro. Einstimmig hat der Stadtrat den Auftrag vergeben. Ziel ist es laut Steffes, dass die vier Container in den Sommerferien aufgebaut werden – und zum neuen Schuljahr dann stehen.