Cornelius in "Rüstung"

BRANDSCHEID. (js) Ungewohnter Blick: Die katholische Pfarrkirche St. Cornelius in Brandscheid ist seit kurzem eingerüstet – ein untrügliches Zeichen für eine Außensanierung.

Kaum ein Gotteshaus in der Eifel hat eine so bewegte Vergangenheit wie die Pfarrkirche von Brandscheid. Ältere Menschen erinnern sich nur ungern an jenen Blick, die die Kirche nach dem Einmarsch der Amerikaner im Februar 1945 bot: Ein Torso, eine Ruine. Nach dem mühsamen Wiederaufbau des zu 88 Prozent zerstörten Schneifeldorfes ging man im Jahre 1949 an den Aufbau des Gotteshauses. Doch erst drei Jahre später wurden die Arbeiten am 36 Meter hohen Turm abgeschlossen. Im Zuge der Dorferneuerung wurde die Kirche im Innen- und Außenbereich renoviert und neu gestaltet. Nach dem Abschluss der kostenintensiven Arbeiten konnte die Pfarrkirche am 24. Juni 1986 eingeweiht werden. Doch mittlerweile hat der Zahn der Zeit wieder unerbittlich an der Schneifelkirche genagt, der wehrhafte Turm auf windiger Höhe muss eine Menge ertragen. Nach Aussage von Verwaltungsrat-Mitglied Helmut Neuerburg wird der Anstrich erneuert, außerdem werden Dachteile repariert und die Dachrinne erneuert. "Teile des Daches werden auch ganz ersetzt", so Neuerburg. Die Kosten liegen bei etwa 80 000 Euro, mit der Fertigstellung der Maßnahme rechnet die Kirchengemeinde Ende September.