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Corona im Eifelkreis Bitburg-Prüm: Wo entstehen die Infektionen?

Pandemie : Corona im Eifelkreis: Wo entstehen die Infektionen?

Vor allem in Schulen und Kitas werden weiterhin viele positive Fälle gemeldet. Der Blick auf das Land zeigt: Es gibt kaum noch Ausbrüche in Gastronomie und Freizeit.

Vierstellig ... Mist. Jawoll, dreistellig! Im Fußball würde man sagen: Jetzt erst mal Ergebnis halten. Einen Tag später wieder vierstellig, dann rutschen wir wieder knapp unter 1000. Das sind die aktuellen Zahlenspiele rund um die Sieben-Tage-Inzidenz im Eifelkreis Bitburg-Prüm. Seit etwa einem Monat pendelt sich der Wert im Landkreis um die 1000 ein, liegt mal knapp drunter, mal knapp drüber. Aktuell liegt er bei 978,5 (Vortag 911,5) und damit wieder im dreistelligen Bereich. Und: Der Eifelkreis hat die niedrigste Inzidenz der Landkreise in der Region Trier. Die höchste verzeichnet Bernkastel-Wittlich mit 1171,4.

Am Freitag meldete das Gesundheitsamt 193 Neuinfektionen. Damit sind aktuell 3436 Personen im Eifelkreis mit Covid-19 infiziert.

Woher kommen die Infektionen?

Ein Blick in den Wochenbericht des Landesuntersuchungsamtes Rheinland-Pfalz zeigt, dass weiterhin vor allem jüngere Menschen häufig infiziert sind. Die Inzidenz bei Personen zwischen 12 und 19 Jahren (1568) ist fast fünfmal so hoch wie die bei der Altersgruppe über 60 (340).

Dass diese Zahlen sich so deutlich unterscheiden, liegt wohl auch weiterhin daran, dass die Jüngeren zur Schule gehen. Das sagt auch Dr. Virginie Ruvet, Leiterin des Gesundheitsamtes in Bitburg: „Vor allem seit Anfang des Jahres wurden die Omikron-Fälle in den Schulen und Kitas ausgelöst.“ Das liegt auch an der niedrigeren Impfquote bei Schülerinnen und Schülern.

Der LUA-Wochenbericht bestätigt das. Er zeigt, wenn auch nur auf das gesamte Land Rheinland-Pfalz bezogen, an welchen Stellen es die meisten Corona-Ausbrüche gab. Zum Verständnis: Wir konzentrieren uns hier auf „kleinere Ausbrüche“, also mit fünf oder weniger Infizierten. Hier zeigt sich unter anderem, dass sich das Ausbruchsverhalten während der Pandemie geändert hat. Schaut man auf die Hotspots seit Pandemiebeginn, dann liegt das Private weit vorne. Schule und Kita folgen mit recht großem Abstand auf den Plätzen zwei und vier, unterbrochen vom Arbeitsplatz.

Anders sieht das in den vergangenen 28 Tagen aus. Zwar gibt es die meisten Ausbrüche noch immer im Privaten (60), aber die Schule (47) folgt nur knapp dahinter. In Kitas gab es 14 kleinere, dafür aber 26 Ausbrüche mit fünf bis neun und 13 Ausbrüche mit zehn bis 29 Infizierten. Interessant auch: Am Arbeitsplatz (neun) gab es kaum noch Ausbrüche, in Gaststätten, Verkehrsmitteln, Hotels und in der Freizeit keine mehr.