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Corona-Pandemie: Wie sich Landrat Streit den Schulunterricht vorstellt

Rückkehr zur Normalität : Sollten alle Schüler und Lehrer getestet werden?

(de) Während der Corona-Pandemie haben die Schüler einiges an Stoff verpasst und noch immer werden nicht alle Schüler unterrichtet. Wie man mit dieser Situation umgehen soll, hat Landrat Joachim Streit vor zwei Wochen Eltern, Schüler und Lehrer im Eifelkreis gefragt.

Erreicht haben ihn mehr als 200 Zuschriften – meist von Müttern. Ergebnis: Viele wollen weder eine Verlängerung des Schuljahres bis zum Jahresende, noch eine Verkürzung der Sommerferien, weil die Kinder gut gelernt hätten und nicht „bestraft“ werden sollten. Die Eltern von lernschwächeren Kindern sehen das zum Teil anders.

Fazit des Landrats: „Es wäre das beste, die Landesregierung würde die Kreise anordnen, alle Schüler, Lehrer, Hausmeister, Schulsekretärinnen und Busfahrer in den letzten Ferienwochen zu testen und dann alle Schulen für alle Klassen zu öffnen.“ Solche Tests wären in den Herbst-, Weihnachts- und Osternferien zu wiederholen. Für den Eifelkreis wären damit nach überschlägiger Rechnung des Landrats pro Reihe mehr als 11 000 Tests nötig. Pro Test rechnet Streit mit Kosten von um die 60 Euro. Logistisch baut er auf die im Eifelkreis bewährte Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz. „Es wäre viel Geld für das Land, aber für die Sicherheit der Kinder und ihre Bildung gut angelegt“, sagt Streit.

Der Kreis, wenn auch Träger einzelner Schulen, kann eine komplette Öffnung nicht anordnen. Ähnlich sieht es bei den Kitas aus. Auch hier könnte sich Streit vorstellen, das Risiko einer Öffnung über Testreihen zu minimieren – und damit Eltern zu entlasten und Kindern wieder zu ermöglichen, trotz Corona gemeinsam zu lernen und zu spielen.