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Corona und die Arbeit der Verwaltung: Was Kunden beim Besuch der Behörde beachten müssen

Fragen und Antworten zum Behördenbesuch : Corona und die Arbeit der Verwaltung: Was Kunden beim Besuch der Behörde beachten müssen

Wegen steigender Infektionszahlen ist die Kreisverwaltung Trier-Saarburg ab Montag für den Publikumsverkehr geschlossen. In Bitburg macht man hingegegen weiter, wenn auch unter veränderten Bedingungen. Was Besucher der Behörden jetzt wissen müssen.

Spontan das Auto an- oder den Wohnort ummelden, den neuen Ausweis beantragen oder den Waffenschein verlängern — auch Termine beim Amt laufen in Zeiten einer Pandemie anders. Seit die Infektionen  mit dem Corona-Virus steigen, hat sich die Arbeit in den Eifeler Verwaltungen verändert. Denn auch die Mitarbeiter der Ämter sind angehalten, Kontakte einzuschränken.

Was nicht heißt, dass sie den Bürgern keinen Service mehr bieten würden. Die Verwaltungen der Verbandsgemeinden und des Eifelkreises sind weiterhin geöffnet. Anders etwa als die Kreisverwaltung Trier-Saarburg, die wegen der steigenden Infektionszahlen das Haus ab Montag komplett für den Publikumsverkehr schließt. Kunden allerdings müssen neue Regeln und Vorgaben beachten.

Im folgenden Text beantworten wir die wichtigsten Fragen zum Behördenbesuch.

Stehen die Verwaltungen weiterhin für Besucher offen?

Über eine Sperrung des Besucherzugangs wurde bisher nicht gesprochen, sagt Kreis-Pressesprecher Thomas Konder. Sollte die Verwaltung von Infektionsfällen betroffen sein, die auf den Besucherverkehr zurückzuführen sind, werde man aber über  Einschränkungen nachdenken müssen.

Grundsätzlich bleiben persönliche Besuche also möglich. Vorbeikommen bei der Kreisverwaltung und den Rathäusern der Verbandsgemeinden solle aber nur, wer ein dringendes Anliegen habe, das ein Gespräch erfordert. Und vieles  lasse sich eben auch schriiftlich oder am Telefon klären, sagt Konder.

Heißt das, die Bearbeitung der Anliegen geht jetzt schneller?

Nicht unbedingt. Zwar kommen weniger Kunden persönlich vorbei. Dafür klingelt aber das Telefon öfter, und ist in der Folge auch häufiger besetzt. Die Zunahme von schriftlichen Anfragen ist sogar messbar. Allein im Oktober seien mehr als 125 000 Mails eingegangen, sagt Hermann Josef Fuchs, Leiter des Fachbereichs Organisation beim Landratsamt: Somit rund 25 000 mehr als sonst.

Wie kann ich einen Termin vereinbaren?

Das läuft, wie gehabt, per Telefon. Aber auch online Terminvergaben bei der Jagd- und Waffenbehörde, dem Gesundheitsamt, der Fürherscheinstelle, dem Kreisarchiv und der Zulassungsstelle sind bei der Kreisverwaltung auf der Website: bitburg-pruem.de möglich.

Was muss ich beim Besuch beachten?

„Es ist nicht mehr erlaubt, unbeaufsichtigt durchs Haus zu laufen“, sagt Hermann Josef Fuchs. Stattdessen werden Besucher künftig am Empfang begrüßt. Der entsprechende Mitarbeiter wird dann angerufen und der Gast zum Büro geführt.

Sind alle Ansprechpartner nach wie vor im Haus?

Nein. Um zu vermeiden, dass man in den Büros zu dicht beieinander sitzt, hat die Kreisverwaltung Beamte ins Home-Office geschickt. Konferenzen, Absprachen und sogar Vorstellungsgespräche werden per Videoschalte erledigt. „Rund 230 der mehr als 400 Mitarbeiter können grundsätzlich von zuhause aus arbeiten“, sagt Organisationsleiter Fuchs. Was aber nicht heiße, dass die Angestellten dann auch alle daheim säßen: „Viele sind weiterhin im Haus.“

Welche besonderen Corona-Regeln gelten in den Gebäuden?

Wer Erkältungssymptome aufweist, muss draußen bleiben. Ebenso: Wem die neuen Fiebermesssäulen in den Verwaltungen eine erhöhte Temperatur bescheinigen. In den Gebäuden gelten zudem Abstands- und Hygieneregeln, sowie die Maskenpflicht. Auch im Gespräch, wie Fuchs sagt, sollten Kunden und Sachbearbeiter stets Mundnasenschutz tragen. Nur, wer alleine im Büro sitzt, dürfe die Maske ausziehen.

Laufe ich Gefahr mich in der Verwaltung anzustecken?

Darauf deutet nichts hin. Bislang scheint das Hygienekonzept aufzugehen. Lediglich ein Mitarbeiter der Kreisverwaltung habe sich bislang, außerhalb des Hauses, mit dem Corona-Virus infiziert, sagt Büroleiter Carl Diederich: „Die Person hatte allerdings keinerlei direkten Kontakt zu Kollegen oder Kunden.“

Kann ich, wie früher, spontan mein Auto anmelden?

Nein. Termine bei der Zulassungsstelle müssen vorher telefonisch vereinbart werden. Wer sein Auto anmelden will, muss laut Verwaltung etwa vier bis fünf Tage warten. Ein System, das aber auch Vorteile habe, wie Fuchs sagt: Es müsse niemand mehr stundenlang Schlange stehen, wie noch im Frühjahr. Dadurch, dass die Termine an den fünf Schaltern eng getaktet seien, gehe es dort schneller voran, als zuvor.