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Da kommt man ins Schwärmen

Da kommt man ins Schwärmen

Seltener Gast aus dem Süden: Im Niederprümer Vinzenz-von-Paul-Gymnasium ist ein Totenkopfschwärmer zugeflogen. Mit ein bisschen Glück wird er dort überwintern.

Prüm. (fpl) Ein Riesentyp, dieser Schmetterling: Dem Vinzenz-von-Paul-Gymnasium ist ein in unseren Breiten seltener, gut fünf Zentimeter langer Totenkopfschwärmer zugeflogen. Entdeckt hat ihn Bruder Willi Spiller, der Haus-Superior. "Weil der Bienen hat", sagt Mitbruder und Religionslehrer Klaus-Peter Backes. Und auf deren Nektar habe es der Falter abgesehen.

"Er täuscht die Bienen, indem er so ähnlich riecht", erklärt Biologielehrerin Ruth Wingender. "Und die versorgen ihn dann." Voraussichtlich werde der Totenkopfschwärmer in Niederprüm überwintern, sofern ihn die Bienen nicht entlarven und stechen, sagt Ruth Wingender. Selbstverständlich hat sie das Tier auch schon im Unterricht präsentiert: "Ja klar. Kaum, dass der da war, bin ich damit durch sämtliche Klassen. Zudem ist er noch eine Schönheit."

Totenkopfschwärmer soll in Schule überwintern



Das findet auch Marcel Gehlen aus der 7a. Einen solch großen Falter hat er bislang noch nicht gesehen - "vielleicht im Fernsehen einmal, aber noch nicht so richtig." Gelernt haben die Schüler auch schon etwas: "Dass sich die Raupen von für uns giftigen Tollkirschen ernähren."

Jetzt aber soll der Schwärmer erst einmal bei den Vinzentinern über den Winter kommen. "Und im Frühjahr dazu beitragen, dass hier eine neue Population entsteht", sagt Ruth Wingender.