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Dänemarks neues Interesse an der Eifel

Dänemarks neues Interesse an der Eifel

Nach dem Zusammenschluss von Milch-Union und Arla Foods wächst in Skandinavien das Interesse an der Eifel mit dem neuen Werk. Nun hat eine Delegation schwedischer und dänischer Journalisten die Muh besucht.

Pronsfeld. Voll des Lobes über den neuen Standort und die Zusammenarbeit mit den neuen Kollegen ist Tim Ørting Jørgensen, für Deutschland zuständiger Vizepräsident der Arla Foods. "Unbedingt gut", lautet sein Fazit, über die Entwicklung nach dem Zusammenschluss.
Seit Oktober weht über der Molkerei in Pronsfeld die Fahne der dänisch-schwedischen Molkereigenossenschaft. "Es gibt hier eine sehr positive Grundeinstellung und eine sehr gute Zusammenarbeit."
Journalisten aus Dänemark


"Alle Arbeiten hart, sehr professionell und gut, um das hier hinzukriegen", sagt Jørgensen. Man habe natürlich auch viel gut vorbereitet.
Die Entwicklung in der Eifel wird auch von den skandinavischen Medien aufmerksam verfolgt. Deshalb hatte Arla nun ein gutes Dutzend Journalisten nach Pronsfeld eingeladen, um ihnen den neuen Standort zu zeigen, gewissermaßen eine etwas ausgedehnte Pressekonferenz vor Ort. Auch Milchbauern wurden besucht. Es sei wichtig, das neue Werk auch direkt vor Ort zu zeigen, sagt Arla-Pressesprecher Theis Broegger, denn das Interesse an der Muh sei sehr groß. "Man kann einfach nicht alles am Telefon erklären. Es ist besser, wenn man es selbst gesehen hat."
65 Millionen Euro Investition


Besonders aufmerksam verfolgen die Journalisten die Darstellung von Standortchef Jürgen Wolf über die Erweiterungspläne in Pronsfeld. Rund 65 Millionen Euro werden in einen neuen Trockenturm, die Milchanlieferung und eine neue Butterei investiert (der TV berichtete).
Auch nach der Situation der Milchbauern in der Eifel wird gefragt und mit welchem Zuwachs an Milch man nach dem Wegfall der Quote rechnet.
Ein großer Vorteil des Zusammenschlusses ist laut Wolf, dass man dank der größeren Produktpalette von Arla flexibler auf die Marktentwicklungen reagieren könne. Sinke die Nachfrage nach haltbareren Milchprodukten - bislang der Schwerpunkt der Muh - könne man nun beispielsweise auf Milchpulver ausweichen. Der erste Container mit Milchpulver für China sei kürzlich verschifft worden.
Milchpulver nach China verschifft


Doch nicht nur die Milchwirtschaft stand auf dem Programm der Journalisten, berichtet Pressesprecher Wolfgang Rommel. An einem Abend habe auch die Eifel Tourismus die besondere Gelegenheit genutzt, den Gästen die schönsten Seiten der Eifel zu zeigen und Werbung für die Region zu machen.