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Damit aus schlechten Straßen gute werden

Damit aus schlechten Straßen gute werden

5,7 Millionen Euro. So viel Geld soll in diesem Jahr in die Kreisstraßen im Eifelkreis Bitburg-Prüm gesteckt werden. Die Maßnahmen sind Teil eines Investitionsprogramms, das bis 2016 läuft und mit dem 80 Kilometer Kreisstraßen für insgesamt 26 Millionen Euro erneuert werden sollen.

Bitburg/Prüm. Statistisch gesehen befinden sich elf Prozent aller rheinland-pfälzischen Kreisstraßen im Eifelkreis Bitburg-Prüm. Der nämlich hat mit einem Kreisstraßennetz von 756 Kilometern Länge mit Abstand die meisten Straßen im Land zu betreuen.
Eine gleichermaßen aufwendige wie kostspielige Aufgabe, schließlich hat eine im Jahr 2006 durchgeführte Analyse gezeigt, dass 41,7 Prozent der Kreisstraßen im Eifelkreis - 320 Kilometer - in einem sehr schlechten Zustand sind (der TV berichtete). Für 34 Millionen Euro wurden danach zwischen 2006 und 2011 circa 110 Kilometer dieser beanstandeten Straßen ausgebaut beziehungsweise saniert, und so gelten nach eine neueren Bewertung aus dem Jahr 2011 mittlerweile nur noch 210 Kilometer (28 Prozent) als "sehr schlecht".
Kosten: 5,7 Millionen Euro


An die Verbesserung von 8,6 dieser 210 maroden Kilometer geht es nun in diesem Jahr. Rund 5,7 Millionen Euro werden dafür investiert: Circa 3,8 Millionen zahlt das Land, den Rest trägt der Eifelkreis.
Bereits beauftragt und damit wohl die erste Baustelle aus dem diesjährigen Kreisstraßenbauprogramm, die eingerichtet wird, liegt auf der K 123 zwischen Waxweiler und Pintesfeld: Dort werden auf einer Länge von 1,6 Kilometern für rund 850 000 Euro neue Asphaltschichten aufgebracht, und die Straße wird verbreitert.
Insgesamt sind 13 neue Baustellen im Eifelkreis geplant. Wann es mit den Arbeiten jeweils endgültig losgeht, hängt vom Wetter ab, betont Hans-Jürgen Böttel von der Kreisverwaltung. "Unser Ziel ist es aber, die Maßnahmen im ersten Halbjahr in Auftrag zu geben und anzufangen."
Der Bestandsausbau, bei dem Straßen einen neuen, oft mehrschichtigen Belag bekommen, ohne dass dafür die alte Fahrbahn komplett abgetragen werden muss, steht im Eifelkreis in diesem Jahr außerdem noch bei folgenden Straßen an: auf der K 50 in der Stadt Neuerburg (Burgstraße) für rund 80 000 Euro, der K 53/54 zwischen Leimbach und Hütten (Verbandsgemeinde Neuerburg) für insgesamt etwa 250 000 Euro und der K 102 bei Steinebrück (Gemeinde Winterspelt/VG Prüm) zur K 101 für circa 100 000 Euro.
Im Bestand ausgebaut und gleichzeitig noch verbreitert werden zudem die K 37 zwischen Preist und Auw an der Kyll (VG Speicher) mit Kosten von rund 620 000 Euro sowie die K 169 zwischen Knaufspesch und Olzheim (VG Prüm) für etwa 650 000 Euro.
Komplett erneuert wird dagegen die K 106 bei Heckhalenfeld in der Gemeinde Winterspelt(Verbandsgemeinde Prüm). Die Kosten belaufen sich auf circa 320 000 Euro.
Im Zuge von Kanalbauarbeiten werden zudem die Ortsdurchfahrten von Kickeshausen (VG Arzfeld, K 142) für etwa 160 000 Euro sowie von Roth bei Prüm (Verbandsgemeinde Prüm) für rund 220 000 Euro und die Kreisstraße 137 zur L 9 bei Hölzchen (Gemeinde Arzfeld) für circa 350 000 Euro erneuert.
Arbeiten an vier Brücken


Zudem werden in diesem Jahr von den insgesamt 138 Brücken des Eifelkreises vier ausgebessert: die zwei Brücken bei Herbstmühle (Verbandsgemeinde Neuerburg, K 50/51) für insgesamt rund 650 000 Euro, die Keutelbachbrücke bei Dahlem (VG Bitburg-Land, K 35) für 160 000 Euro sowie die Bachbrücke bei Dingdorf (Verbandsgemeinde Prüm, K 118) für etwa 150 000 Euro.