Damit der Eifelpetz weiter brummt

Damit der Eifelpetz weiter brummt

Die Suche nach einem neuen Investor für den Eifelpark Gondorf läuft auf Hochtouren. Der Betrieb der Freizeiteinrichtung ist lediglich bis zum 31. Oktober gesichert. Für den ehemaligen Betreiber und derzeitigen Pächter der Einrichtung, Bernd Capellen, ist nach dieser Saison endgültig Schluss. Ein professioneller Vermarkter soll nun einen Käufer finden.

Gondorf. Eine Million Euro. Diese Summe soll Verhandlungsbasis sein, wenn es um den Verkauf des Eifelparks Gondorf geht. "Ich bin offen für jede ernst gemeinte Offerte", sagt Insolvenzverwalter Marc d\'Avoine. Seit Anfang des Jahres hat der Wuppertaler Rechtsanwalt das Sagen, wenn es um die Zukunft der Freizeiteinrichtung geht. Nachdem der bisherige Betreiber Bernd Capellen Ende 2012 Insolvenz für die Eifelpark GmbH angemeldet hatte, wurde d\'Avoine vom zuständigen Wuppertaler Amtsgericht zunächst als vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt. Mittlerweile ist das "vorläufig" aus seinem Titel gestrichen, denn Mitte April wurde das offizielle Insolvenzverfahren gegen die Eifelpark GmbH eröffnet. Einen ersten Erfolg konnte d\'Avoine bereits im April vermelden: Der Eifelpark ist seit dem 27. April wieder geöffnet, der ehemalige Betreiber Capellen führt die Freizeiteinrichtung als Pächter weiter - allerdings nicht mit der Eifelpark GmbH, sondern der BeCa Immobilien GmbH (der TV berichtete).
Dass das allerdings nur eine Übergangslösung ist, hatte Insolvenzexperte d\'Avoine bereits vor einigen Wochen gegenüber dem TV klargestellt: "Ein Insolvenzexperte will nicht verpachten, sondern muss verkaufen, um irgendwann die Insolvenzmasse verwerten zu können." Und auch Pächter Capellen stellt klar: "Für mich ist am 31. Oktober mein Engagement in der Eifel wirklich beendet."
Interesse aus dem Marktumfeld


Damit ist derzeit nur der Saisonbetrieb für dieses Jahr gesichert - wie es danach weitergeht, steht noch in den Sternen. "Mein Ziel ist es, einen Investor zu finden, der ab November mit den Vorbereitungen für die Neueröffnung des Parks in der nächsten Saison beginnen kann", sagt d\'Avoine. Es gebe zwar allgemeine Interessenten aus dem Marktumfeld - Betreiber von ähnlichen Parks aus dem europäischen Umland. Allerdings sei darunter bislang noch "keiner mit Abschlussinteresse". Um die Suche nach einem Käufer für den Eifelpark nun zu forcieren, soll ein professioneller Makler engagiert werden, der ein Exposé über die Freizeiteinrichtung erstellen sowie auch die danach folgenden Verkaufsverhandlungen gemeinsam mit dem Insolvenzverwalter führen soll. "Wir legen jetzt den Turbo ein", bekräftigt d\'Avoine, der den Park in der Südeifel mittlerweile vier Mal besucht und ins Herz geschlossen hat.
"Er ist landschaftlich ein Paradies", schwärmt der Rechtsanwalt, "insbesondere die starke Hanglage des Parks mit dem Blick auf die Kyll hat für mich einen unschätzbaren Reiz." Für ihn steht fest: "Den Park dauerhaft abzusperren, wäre jammerschade." Und so weit will d\'Avoine es auch nicht kommen lassen: "Ich bin sehr optimistisch, dass wir bis Herbst eine Investorenlösung gefunden haben."

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