1. Region
  2. Bitburg & Prüm

Damit Edith Stein nicht vergessen wird

Damit Edith Stein nicht vergessen wird

Pater enthüllt und segnet Gedenktafel der Heiligen in der Sporthalle der Otto-Hahn-Realschule plus.

Bitburg Die katholische Kirche verehrt Edith Stein als Märtyrerin, darüber hinaus gilt sie als Frauenrechtlerin und Philosophin. "Komm, wir gehen für unser Volk!", soll Stein gesagt haben, als sie und ihre Schwester am 2. August 1942 von der Gestapo in das Konzentrationslager abgeholt worden. Die Heilige bekommt nun eine Gedenktafel in der Edith-Stein-Sporthalle. Die Tafel wird heute, 20. Oktober, um 12 Uhr im Zuschauereingangsbereich enthüllt und gesegnet. Auf Initiative der Stadt Bitburg beschloss der Kreistag am 3. April, der Sporthalle der Otto-Hahn-Realschule plus Bitburg zu Ehren von Edith Stein den Namen "Edith-Stein-Sporthalle" zu geben. Die Namensvergabe der Sporthalle regte der städtische Arbeitskreis "Aufarbeitung der Zeitgeschichte und Gedenken Bitburg" an.
Die Kosten für die Tafel lägen bei rund 2600 Euro, teilte die Kreisverwaltung mit. Zunächst wird Landrat Joachim Streit eine kleine Ansprache halten, dann enthüllt und segnet Pater Felix Maria Schandl vom Orden der Karmeliter die Tafel. Ab 20 Uhr hält der Pater im Pfarrheim St.Peter in Bitburg einen Vortrag über die gebürtige Breslauerin.
Die 1891 geborene Stein wurde am 11. Oktober 1998 heiliggesprochen. Am 9. August 1942 wurde Stein im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau ermordet.