Damit Frösche, Molche und Kröten nicht unter die Räder kommen

Damit Frösche, Molche und Kröten nicht unter die Räder kommen

Im Frühjahr machen sich Kröten, Frösche und Molche auf Wanderschaft zu ihren Laichplätzen. Dabei müssen sie immer wieder Straßen überqueren. Die Kreisverwaltungen Vulkaneifel und Bitburg-Prüm bitten Autofahrer deshalb um Vorsicht.

Bitburg/Daun. Sobald die nächtlichen Temperaturen steigen und feuchte Witterungsverhältnisse herrschen, beginnt die jährliche Laichwanderung von Kröten, Fröschen und Molchen. Die Tiere, die den Winter eingegraben im Waldlaub und in Erdhöhlen verbracht haben, haben auf den richtigen Zeitpunkt gewartet, ihre Wanderung zum Laichgewässer zu beginnen.
Allerdings kann die Wanderung durch Nächte mit Niedrigtemperaturen wieder zum Erliegen kommen. Kröten sind ortsgebunden. Zur Laichablage kehren sie stets in das Gewässer zurück, in dem sie geboren wurden.
Dabei legen die Kröten bis zu vier Kilometer zurück. Auf vielen Straßen schweben sie dabei jedoch in Lebensgefahr. Sie sind darauf angewiesen, dass ihnen Menschen bei der Überquerung helfen.Straße bedeutet Lebensgefahr


Um Kröten und Molche zu schützen, haben sich im Landkreis Bernkastel-Wittlich die Naturschutzverbände und zahlreiche freiwillige Helfer dem Schutz der Amphibien angenommen.
Die Helfer stellen Schutzzäune auf, die verhindern sollen, dass die Kröten auf ihrem Weg zu den Laichgewässern im wahrsten Sinne des Wortes unter die Räder kommen. Die Tiere laufen an den Zäunen entlang und fallen in die alle 20 Meter eingegrabenen Eimer. Dort werden sie von den Helfern geborgen und über die Straße getragen.Autofahrer können helfen


Diese Arbeit können die Autofahrer unterstützen, indem sie die betroffenen Straßenabschnitte, insbesondere während der Dämmerung und den Nachtstunden, meiden oder langsam fahren und auf Helfer und Schilder achten.
Auf diesen Straßen ist laut Kreisverwaltungen Bitburg-Prüm und Vulkaneifel in erhöhtem Maße mit Amphibienwanderungen zu rechnen: Im Eifelkreis ist es die Landesstraße 3 zwischen Nusbaum und Bollendorf und am Eingang Kruchten an der Neuafrikastraße.
Im Vulkaneifelkreis ist Vorsicht geboten an der Unterquerung auf der L 46 bei Naurath, an der K 22 zwischen Schönbach und Utzerath sowie an der L 101 zwischen Hörschausen und Berenbach. stefExtra für Kinder

Wisst ihr was Kaulquappen sind? Sicher habt ihr schon mal welche in einem Teich gesehen. Es sind die Babys der Frösche. Sie schlüpfen aus Eiern und sind dann erst einmal nur im Wasser unterwegs. Und sie sehen auch noch gar nicht so aus wie Frösche, denn sie haben noch keine Arme und Beine, dafür aber einen Schwanz. Erst nach einer gewissen Zeit verwandeln sie sich dann in Frösche, krabbeln aus dem Wasser und hüpfen davon. noj

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