Das alte Haus in Bitburg, das keiner retten will

Aus dem Archiv Februar 2019 : Das alte Haus in Bitburg, das keiner retten will

Es steht schon mehr als 100 Jahre, ob das so bleibt, ist unwahrscheinlich. Das Geburtshaus der Heimatdichterin Gerda Dreiser wurde 1907 in Bitburg gebaut. Ein hübsches Haus, das in der Stadt, die im Krieg so zerstört wurde, schon allein wegen seines Alters Seltenheitswert hat.

Entsprechend groß war auch der Aufschrei, als bekannt wurde, dass die Arend GmbH das Grundstück erworben hat. Denn die Arend GmbH vermarktet Neubauten. Geschäftsführer Johannes Arend hat den Aufschrei über den drohenden Abriss des Dreiser-Hauses genutzt, den Spies umzudrehen.

In einem Volksfreund-Artikel bot er an, das Haus für 150 000 Euro weiter zu verkaufen, wenn der Käufer sich verpflichte, das Objekt zu erhalten. Tatsächlich haben sich auf den TV-Bericht vom 8. Februar drei Interessenten gemeldet. „Doch nach einem Rundgang durch das Objekt ist das Interesse dann schnell wieder erloschen“, sagt Arend. Rund 300 000 Euro müsste man seiner Schätzung nach in die Hand nehmen, um das Haus bewohnbar zu machen. Jemand, der so viel in den Erhalt des Gebäudes stecken will, ist noch nicht gefunden. Eben deshalb lohne sich nur Abriss und Neubau. Aber dafür hat Arend derzeit noch keine konkreten Pläne.

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