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Das Auswanderer-Kreuz bei Plütscheid

Das Auswanderer-Kreuz bei Plütscheid

Ein interessantes Wegkreuz aus rotem Sandstein steht an der Landstraße zwischen Plütscheid und Lambertsberg. Es ist relativ unscheinbar und kein direkter Blickfang.

Die Signatur besagt, dass das Kreuz von Steinmetz Lano aus Seffern gemeißelt worden ist. Der bereits verstorbene Hobby-Historiker Robert Richter aus Plütscheid kannte die Geschichte des sogenannten Auswanderer-Kreuzes und beschrieb sie 1995 im Prümer Landboten. Es sei das Andenken an eine Familie aus Plütscheid, die gegen Ende des 19. Jahrhunderts in den nordamerikanischen Bundesstaat Illinois ausgewandert sei. Als Grund dafür vermutete Richter die damaligen Notzeiten in der Eifel. Die genaue Inschrift des Wegekreuzes lautet: "Zum Andenken an die Familie des Nick. Dingels und Marg. Weinand aus Plütscheid. Zum Troste der armen Seelen im Fegfeuer 1892".
(red)/Foto: Michael Fischer