Das bisschen Winter

Kaum fällt was Weißes vom Himmel, schliddern die Schagzeilen schon wieder in Richtung "Schneechaos". Hubert Tautges, der Ortsbürgermeister von Winterspelt, hat sich einen Reim drauf gemacht.

Die Eisnacht von Samstag auf Sonntag (allein 1500 glättebedingte Unfälle in Nordrhein-Westfalen) hat im Dienstbezirk der Polizei Prüm keine Karambolagen verursacht: Nur ein Auto, teilen die Beamten mit, habe gegen vier Uhr am Sonntag zwischen Gönnersdorf und Lissendorf quergestanden, die Streifenbesatzung und der Fahrer brachten es gemeinsam wieder in die Spur.

Der mittelstarke Schneefall aus der vorigen Woche, noch vor der Eisglätte von Samstag, und die vielerorts zu lesenden Schlagzeilen veranlassten Hubert Tautges, den Gemeindechef des Dorfs mit dem so wunderbar passenden Namen Winterspelt, zu einem Gedicht - "Plötzlich Winter" hat er es überschrieben.

"Das ist mir eben eingefallen, als ich was von Winter-Chaos gehört hatte", sagt Tautges. Dabei sei doch noch kaum was vom Himmel gefallen. Anders gesagt: "Darüber hätten wir zu unserer Kinder- und Jugendzeit gelacht."

Und das sind seine gereimten Zeilen, die wir allen Lesern zur Lektüre bereitstellen wollen:
Oh je - wie ich seh‘ - Schnee/
Überrascht sind nicht nur Kinder - plötzlich wieder Winter/
Menschen fahren zahlreich fort - freuen sich auf Wintersport/
Winterdienst hat Tag und Nacht - alle Straßen freigemacht/ Manche Halter nicht begreifen - Auto noch mit Sommerreifen/ Schnee-Chaos schreien viele prompt - nur was, wenn wirklich Winter kommt?

Genau, Herr Tautges. Wenn dann irgendwann wirklich das Schnee-Chaos ausbricht, haben wir keine Worte mehr dafür, weil wir sie schon alle verbraucht haben. Wir wünschen allen, die in diesen Tagen unterwegs sind, besonnenes Fahren und gute Bereifung. fpl