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Das Bistum muss noch beraten

Das Bistum muss noch beraten

Bereits seit längerer Zeit ist am Bitburger Schulzentrum St. Matthias die Einrichtung eines Gymnasiums im Gespräch. Der Träger der Einrichtung, das Bistum Trier, wollte mit einer Entscheidung zum Standort Bitburg zunächst abwarten, bis ein neuer Bischof im Amt ist. Letzteres ist seit Mai der Fall, doch wie es in Bitburg weitergeht, ist nach wie vor offen.

Bitburg. (uhe) Gerüchte darüber, dass ein zweites Gymnasium in Bitburg nicht nur im Gespräch ist, sondern in den kommenden Jahren auch definitiv kommen soll, gibt es zur Genüge. Doch offensichtlich fehlt diesen Gerüchten das Fundament.

Zumindest teilt das Bistum Trier auf eine diesbezügliche Anfrage mit, dass es zu dem Vorhaben derzeit noch nichts Konkretes mitzuteilen gebe. "Das hängt damit zusammen, dass das Thema noch nicht Gegenstand von Gesprächen mit der Bistumsleitung war", erklärt Bistumssprecher Stephan Kronenburg. Und erst wenn das der Fall sei, werde zunächst die Schule und anschließend die Öffentlichkeit informiert.

Die Schule, um die es dabei geht, ist die Bischöfliche Realschule St. Matthias in Bitburg. Im Gegensatz zur Otto-Hahn-Realschule oder aber dem St.-Willibrord-Gymasium ist die Realschule St. Matthias nicht in öffentlicher Hand, sondern in freier Trägerschaft des Bistums Trier.

Wie sich die Schule oder vielmehr das gesamte Schulzentrum St. Matthias, unter dessen Dach auch eine Grund- sowie eine Hauptschule ist, weiterentwickelt, hängt also von den Entscheidungen der katholischen Kirchenleitung in Trier ab. Und dort war das Thema zunächst auf Eis gelegt worden, weil das Bistum abwarten wollte, bis ein neuer Bischof gewählt ist. Im Mai schließlich wurde der Marx-Nachfolger Stephan Ackermann in sein Amt eingeführt. Vier Monate später, im September, besuchte der neue Bischof das Schulzentrum St. Matthias. Neben einer gemeinsamen Gottesdienstfeier wurde auch über die Zukunft der katholischen Schuleinrichtung gesprochen.

Dabei betonte Werner Wallenfang, Leiter der Realschule, dass "das Zusammenwerfen von Haupt- und Realschule nicht die Lösung" sei, und dass es vielmehr darum gehen müsse, "zukünftig alle Begabungen in unserem Schulzentrum zu fördern".

Gemeint waren damit auch jene Schüler, die das Abitur anstreben. Und Bischof Ackermann zeigte sich an dem Thema sehr interessiert und versprach, die Vorschläge der Eltern- und Schulvertreter bei der Diskussion um die Schulentwicklung zu berücksichtigen (der TV berichtete). Inwieweit dieser Besuch in Bitburg auf die noch ausstehende Entscheidung in Trier den erhofften Einfluss hat, bleibt abzuwarten. "Es gibt mehrere Ideen und Konzepte mit verschiedenen Optionen, die dem Bistum vorliegen", erklärt Realschul-Rektor Wallenfang. Doch mehr könne auch er dazu derzeit nicht sagen. Er sei aber zuversichtlich, dass sich das in einigen Wochen ändern werde.