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Das Eifeljahrbuch 2022 ist erschienen.

Bücher : Von Höhlenbären und dünnen Bürgermeistern

25 Autoren, 222 Seiten sowie jede Menge Information und Unterhaltung: Das Eifeljahrbuch 2022 ist erschienen.

(red) Der Eifelverein hat sein Eifeljahrbuch 2022 herausgegeben. Seit 1926 nimmt er seine Leser vor Winterbeginn mit auf eine literarische Reise durch die Eifel. Auf 222 Seiten haben 25 Autoren ihre Beiträge über Natur, Kultur, Geschichte und das Wandern zu Papier gebracht.

Diesmal erscheint das Eifeljahrbuch in einer Zeit, in der Teile der Eifel vor besondere Herausforderungen gestellt werden. Nach wie vor haben die betroffenen Gebiete mit den Auswirkungen des Juli-Stark­regens zu kämpfen, und die Wiederaufbauphase ist noch lange nicht abgeschlossen. „Dass es sich gerade jetzt lohnt, die verschiedenen Eifelregionen zu besuchen und somit die ortsansässige Bevölkerung zu unterstützen, zeigt die Vielfalt der Beiträge im neuen Eifeljahrbuch“, schreibt Manfred Rippinger, Geschäftsführer des Eifelvereins.

Zum Inhalt: Aus dem Kreis Bernkastel-Wittlich kommt ein Beitrag von Albert Klein. Es geht um eine Försterschule in Wittlich, deren Schüler nicht nur bei gesellschaftlichen Anlässen, sondern auch bei den Wittlicher Mädchen gern gesehen waren. Diese und andere Anekdoten gibt Klein zum Besten in seinem Rückblick auf 45 Jahre Försterausbildung in der Wittlicher Kreisstadt.

Der Wandervorschlag 2022 führt in den Eifelkreis, und zwar in die Schönecker Schweiz. Die von Ehepaar Ursula und Hans-Eberhard Peters vorgestellte Tour zeigt ihr schönstes Gesicht im Frühjahr, wenn Märzbecher und Bärlauch blühen.

Von Begegnungen mit großen Schriftstellern wie Martin Walser, Margriet de Moor und Günter Grass berichtet Josef Zierden aus Prüm, Ini­tiator und Organisator des Eifel Literatur Festivals. Und vom ersten Nachweis des Höhlenbären in der Prümer Kalkmulde bei Büdesheim berichtet Bruno Kremer.

Autor Andreas Britz berichtet aus St. Thomas an der Kyll. Er schreibt über den heiligen Thomas Becket aus Canterbury, der im 12. Jahrhundert brutal ermordet worden ist und auf den der Name des Eifelortes zurückgeht. Die gleichnamige Klosterkirche zieht auch heute noch die Besucher in ihren Bann und lässt sie den Geist des Mittelalters atmen, so der Autor Andreas Britz.

Karl-Josef Bales aus der Vulkaneifel befasst sich mit der Entwicklung des Christentums in der Eifel von der Franken- bis zur Preußenzeit. Anhand ausgewählter Kirchen- und Klosterstandorte zeigt er exemplarisch die Geschichte der klerikalen Herrschaft in der Eifel auf. Dabei gibt Bales dem preußischen Einfluss auf bedeutsame Sakralbauten wie der Kölner Dom oder die Kapelle Mirbach, auch Eifeldom genannt, besonderen Raum.

Weitere ernste und heitere Themen runden das Eifeljahrbuch ab – von den Wölfen in der Eifel über den Zuckertoni aus Mayen bis zum Bürgermeister, der nicht dick sein sollte, aus Bad Münstereifel.

Das farbige Eifeljahrbuch 2022 kostet 17,50 Euro und ist über die Hauptgeschäftsstelle Eifelverein, Stürtzstr. 2-6, 52349 Düren, Tel. 02421/13121, Fax. 02421/13764, E-Mail: info@eifelverein.de und im Buchhandel unter ISBN 978-3-944620-40-4 erhältlich.