Das Ende der Schonfrist

Was sich über Monate in Kyllburg abgezeichnet hatte, ist schließlich passiert: Die Spannungen zwischen dem Stadtrat (insbesondere der CDU-Fraktion) und dem Stadtbürgermeister haben sich in einem offenen Streit entladen.

Die Niederlage gegen den damaligen politischen Niemand Winfried Müller 2004 haben sich die CDU und ihr Kandidat Otto Böcker zum Großteil selbst zuzuschreiben. Das war die Quittung für Fehler der Vergangenheit. Deshalb stand der CDU-Fraktion und den Beigeordneten die neue Bescheidenheit gut, trotz absoluter Mehrheit im Rat zunächst einmal die Füße still zu halten und sich auf die Sacharbeit zu konzentrieren. Müller lieferte derweil munter Argumente für seine Demontage, machte sich durch Übereifer einerseits und Unterlassungen andererseits angreifbar. Sein Schweigen bei der jüngsten Sitzung war bezeichnend. Die Vorwürfe an ihn sind so weit wie möglich öffentlich aufzuarbeiten, auch wenn das anderen Fraktionen nicht passt. Die Schonfrist ist abgelaufen. m.hormes@volksfreund.de