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Das Freibad in Kyllburg öffnet diesen Sommer und wird 2022 saniert

Neue Becken, neue Technik : Kyllburger Bad kann 2022 saniert werden

Seit Jahren bemüht sich die Verbandsgemeinde Bitburger Land um Fördermittel für die Erneuerung des Schwimmbads in Kyllburg. Nun die gute Nachricht: Vom Bund kommt eine Finanzspritze in Höhe von 1,7 Millionen Euro. Aber wird das Bad auch diesen Sommer wieder öffnen?

Das hat ja gerade noch so geklappt. Mit 600 Millionen Euro hat der Bund 330 Projekte in ganz Deutschland unterstützt. Das Geld aus dem Förderprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ floss im September 2020 und im März dieses Jahres. Doch das Freibad in Kyllburg bekam erst mal nichts  davon.  Umso glücklicher sind Josef Junk, Bürgermeister der VG Bitburger Land, und sein Erster Beigeordneter  Rainer Wirtz, dass das Bad bei der finalen Förderrunde am 5. Mai endlich doch ausgewählt wurde. „Das ist keine Selbstverständlichkeit. Wir wissen das und sind sehr froh, nun in den Genuss dieser Hilfe zu kommen.“

Denn das Freibad hat schon einige Jahre auf dem Buckel. Die letzte Generalsanierung war 1986. Die VG-Verwaltung weiß schon lange, dass die Anlage veraltet ist und befindet sich seit 2016 im intensiven Planungsprozess für die Sanierung.  Bisher hat immer nur das Geld gefehlt. „Wir hatten ständig mehrere Förderanträge beim Land Rheinland-Pfalz und dem Bund laufen. Das sind aber meistens langwierige Prozesse, die oft nicht zu unseren Gunsten ausgehen“, sagt Wirtz.

Was erneuert wird

Jetzt, da der Förderantrag  akzeptiert wurde, habe die VG Bitburger Land viel vor: „Wir werden die komplette Technik des Bads auf den neuesten Stand bringen“, erläutert Wirtz die Arbeiten, die in einem ersten Bauabschnitt konkret anstehen werden: „Alle Pumpen und Filteranlagen werden ausgetauscht. Außerdem sind die Becken undicht. Deshalb werden wir brandneue einbauen lassen.“

Der Fokus bei der neuen Ausstattung soll auf Energieeffizienz liegen. Wirtz: „Das verringert dann auch die Betriebskosten und wird uns in Zukunft finanziell entlasten.“ In einem zweiten Schritt sollen dann auch die Umkleidekabinen und das Bademeistergebäude aufgewertet werden. Technik und Becken hätten allerdings Priorität.

Wie hoch die Kosten sind

Alles in allem rechnet Wirtz mit einer Gesamtinvestition von 4,5 Millionen Euro. Falls die VG keine weiteren Fördermittel – zum Beispiel auf Landesebene – bekomme, werde sie den Rest der Sanierungskosten wohl selbst stemmen. Da die Verwaltung erwartet, den Förderbescheid im Spätsommer dieses Jahres zu erhalten, soll schon 2022 der Startschuss für die Sanierungsarbeiten gegeben werden.  Bis dahin habe das Freibad noch eine „hoffentlich sehr erfolgreiche und sichere Badesaison 2021“ vor sich, wie Junk ankündigt.

Plan für den Sommer 2021

Das Bad soll nämlich auch diesen Sommer öffnen, sobald die geltenden Corona-Maßnahmen und das Wetter es zulassen. Wirtz: „Wir sind sofort betriebsbereit. Die Bademeister haben schon alles vorbereitet.“ Junk denkt, dass ein abgespeckter Betrieb wie im letzten Jahr möglich sein wird.

Er wäre aber auch froh, wenn die immer größer werdenden Zahlen an Geimpften und schnell zu erreichenden Testmöglichkeiten den Gästen noch mehr Freiheiten beim Freibadbesuch ermöglichen würden.

Dieses Jahr gebe es auch zum ersten Mal zusätzliche Unterstützung durch den im April gegründeten Förderverein Freibad Kyllburg. Laut Junk plant dieser, Schwimmkurse anzubieten und Saisonkräfte zu stellen. Was noch fehlt, seien Rettungsschwimmer, für die die VG aktuell Bewerber sucht (Bei Interesse: E-Mail an philipp.francois@bitburgerland.de).

„Wenn das Bad fertig saniert ist, dann haben wir sicher 40 Jahre Ruhe“, sagt Wirtz voraus. Gute Neuigkeiten für alle Eifeler Badefans. Denn somit haben sie in den vielen heißen Sommern, die noch kommen, stets einen Ort zum Abkühlen.