Das Glück jenseits des Horizonts

Wieso haben in den vergangenen Jahrhunderten so viele Menschen Deutschland verlassen, um überall auf der Welt ein neues Leben zu beginnen? Das ist die Fragestellung einer Ausstellung mit dem Titel "Auswanderer" im Kronenburger Kunststall.

Kronenburg. (red) Immer schon haben Menschen ihre Heimat verlassen und in der Fremde auf einen Neuanfang gehofft. Erste Auswanderungen im größeren Stil haben bereits im 17. Jahrhundert begonnen, ihren Höhepunkt hatte die Auswanderer-Welle in den Jahren zwischen 1850 und 1885. Die Kronenburger Familie Martens zeigt in der Ausstellung viele Briefe und Bilder von Auswanderern und versucht mit diesen Zeitdokumenten die damalige Situation zu beleuchten.

In der Ausstellung wird durch Grundstückskarten und Satellitenbildern im Vergleich zu deutschen Karten die ungeheure Größe der neuen Farmen der deutschen Siedler deutlich.

Die gezeigten Stammbäume und die übersandten Briefe verdeutlichen auch einen familiären Zusammenhang der Auswanderer. Durch die Mundpropaganda wurde so die Auswanderung verstärkt. Bei den Auswanderern, die bereits in der neuen Heimat Fuß gefasst hatten, fanden die Neusiedler auch ihre erste Unterkunft. Der Familienzusammenhalt ist oft noch bis heute erhalten, davon zeugen auch die großen Familientreffen in Amerika.

All diese Vorkommnisse werden auf Schautafeln im Kunststall verdeutlicht. Dabei widmen sich die einzelnen Räume unterschiedlichen Regionen.

Weitere Informationen beim Kunststall, Burgstraße 10, in Dahlem-Kronenburg, Telefon 06557 / 936279 oder 02151 / 798174. Die Ausstellung ist noch bis zum bis 26. April freitags von 15 bis 18 Uhr, samstags von 10 bis 13 Uhr und 15 bis 18 Uhr zu sehen. Sonntags ist sie von 11.30 bis 13 Uhr und von 15 bis 17 Uhr zu sehen.

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