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Das große Baggern in der Bitburger Fußgängerzone

Das große Baggern in der Bitburger Fußgängerzone

Etwas eng ist es im Moment im unteren Bereich der Fußgängerzone. Dort treffen zwei Baustellen aufeinander: Gegenüber vom Spittel entsteht ein neues Wohnhaus - und daneben hat die Stadt mit dem Ausbau der Fußgängerzone begonnen. Wenn dieses erste Stück geschafft ist, bleibt auch für Passanten wieder mehr Platz.

Bitburg. Wesentlich leichter als das berühmte Kamel durchs Nadelöhr geht, kommen Passanten an der Baustelle in Bitburgs Fußgängerzone vorbei. Ungewohnt ist die Enge an dieser Stelle trotzdem. Ein etwa ein Meter breiter Weg führt an dem Loch vorbei, das dort klafft.Zwei Wochen für 25 Meter


Die Dame mit Rollator kommt da ebenso gut lang wie die Familie mit Kinderwagen. Nur im Begegnungsverkehr wird's eng auf dem 25 Meter langen Abschnitt. "Da muss halt einer den anderen durchlassen, das ist doch kein Problem", sagt ein Herr im Vorbeigehen, der zuvor, wie so viele, mal neugierig einen Blick durch den Bauzaun geworfen hat.

Ein blaues Rohr zieht sich durch den Graben. "Das ist die neue Wasserleitung", sagt Ralf Mayeres, Projektleiter bei der Stadt. Bis zum Folklore-Festival soll der erste Bauabschnitt - das Stück vom Spittel bis zum Modehaus Messerich - geschafft sein. Es folgen bis 2022 noch weitere, bis die ganze Fußgängerzone neu gestaltet ist. Knapp sieben Millionen Euro werden in Leitungen, Pflaster, Bänke und Lampen investiert - 760 000 Euro davon jetzt im ersten Abschnitt.

Das erste, 25 Meter lange Stück wird voraussichtlich kommende Woche wieder mit Splitt bedeckt - und damit begehbar sein. "Dann waren wir da zwei Wochen dran", sagt Klaus Hoffmann von der Firma Wadle und erklärt: "Da liegen Gasleitungen und Kabel im Boden. Das erfordert viel Handarbeit." Auch Blindgänger könnten unter der Erde noch schlummern. "Es kann ja sein, dass wir nun ein Stück tiefer graben als damals, als die Fußgängerzone gebaut wurde", sagt Mayeres. Der Kampfmittelräumdienst war bereits vor Ort - wohl nicht das letzte Mal.

Beim nächsten 25-Meter-Stück geht es dann auch wieder beidseitig am Bauzaun vorbei. "Den Engpass haben wir nur hier unten wegen der zweiten Baustelle", sagt Mayeres mit Blick auf den Kran gegenüber vom Spittel, wo ein neues Wohnhaus entsteht (der TV berichtete).

Wenn bis Messerich die Leitung verlegt ist, kommt in einem Zuge auf den kompletten Abschnitt das neue Pflaster. Nach dem Folklore-Festival geht es dann mit dem nächsten Bauabschnitt weiter. An Bagger, Bauzäune und Löcher in der Fußgängerzone wird man sich in Bitburg also gewöhnen müssen.Extra

Ilse Neumann, Flora Apotheke: "Das ist wirklich gut organisiert von der Stadt. Wir werden auch immer auf dem Laufenden gehalten. Wenn das hinterher dann hier richtig schön aussieht in der Fußgängerzone, hat es sich doch gelohnt.” Reiner Holz, Bitburg: "Ich finde das gut, dass jetzt mit dem Ausbau der Fußgängerzone angefangen wird. Das ist eine Investition zum Wohle der ganzen Stadt. Das wird später richtig gut aussehen." Karl Gobien, City Optik: "Unsere Kunden haben nun einen kleinen Umweg zum Laden. Aber ich kann es ja nicht ändern und es geht vorbei." schoExtra

Das große Baggern in der Bitburger Fußgängerzone
Foto: (e_bit )
Das große Baggern in der Bitburger Fußgängerzone
Foto: (e_bit )
Das große Baggern in der Bitburger Fußgängerzone
Foto: (e_bit )

Es wird günstiger als geplant: Bei der ursprünglichen Kalkulation war die Stadtverwaltung davon ausgegangen, dass der erste Abschnitt des Ausbaus der Fußgängerzone - das Stück vom Spittel bis etwa Höhe Modehaus Messerich - rund 850 000 Euro kostet. Nun wird es nach Auskunft von Projektleiter Ralf Mayeres fast 100 000 Euro günstiger. "Unter anderem deshalb, weil wir die Pläne selbst erarbeitet haben und auch, weil die Tiefbauarbeiten günstiger waren, als kalkuliert", sagt Mayeres. Im Ergebnis bedeutet das: Der erste Bauabschnitt kostet nun rund 760 000 Euro. Davon zahlen die Anlieger 375 000 Euro, das Land 205 000 Euro und die Stadt rund 180 000 Euro. scho