Das große Ziel heißt Autonomie

Das große Ziel heißt Autonomie

Nach der schweren Operation in Köln beginnt sich Noemi Berospi zu erholen. Voraussichtlich Mitte April kann sie in ihre peruanische Heimat zurück.

Köln/Wascheid "Es ist unglaublich viel geleistet worden", sagt Benedikt Esch. Allerdings: Genau einen Monat ist es her, dass sich sein Schützling Noemi Berospi in der Kinderklinik Köln einer schweren und zwölf Stunden dauernden Operation unterziehen musste (der TV berichtete). Nun stehen alle Zeichen auf Heilung: Zwar wird das peruanische Mädchen, das vor drei Wochen in der Klinik seinen 14. Geburtstag feierte, aufgrund der zahlreichen und äußerst komplexen Missbildungen, mit denen es zur Welt kam, nie ein vollkommen normales Leben führen können. Aber ein selbstständiges, bei dem sie nicht mehr so sehr auf fremde, medizinische Hilfe angewiesen sein wird.
Dank der Operation und des jahrelangen Einsatzes von Benedikt Esch, der auch dafür das Geld zusammentrug und viele Spender fand. Ein verlässlicher Begleiter Noemis und ihrer Mutter Pilar ist auch Josef Holzki, Eschs Onkel und früherer Chefanästhesist des Krankenhauses in der Amsterdamer Straße: Er besucht Noemi nahezu täglich - vorgestern war er mit ihr und Mutter Pilar erstmals auf Einkaufsbummel in der Domstadt und hat ihr "gekauft, was sie so braucht". Und natürlich waren da auch ein paar schicke Sachen dabei.
Der Heilungsprozess, sagt der Mediziner, sei "trotz der ungewöhnlichen Schwere und Ausdehnung der OP" bisher erstaunlich gut: "Ich finde es unglaublich, dass das so komplikationslos verlaufen ist. Jeder Schritt im Heilungsprozess war perfekt."
Noemi, sagt Holzki, "ist auf dem Weg, ein selbstständiges Leben führen zu können. Sie wird sich nicht mehr verbergen müssen, und sie kann in ein Schwimmbad gehen." Eine Ungewissheit bleibt: Die Klinik hat angedeutet, dass das Spendengeld für die OP nicht ganz ausreichen wird. Wie viel fehlt, steht noch nicht fest.

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