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Das Gute-Kita-Gesetz ist nicht von Anfang an gut für jeden

Meinung : Der Name ist nicht unbedingt Programm

Das ist doch ein geschickter Schachzug, ein neues Gesetz schon mal pro forma „gut“ zu nennen. Keine Frage, das Gute-Kita-Gesetz ist bestimmt irgendwann für Eltern und Kinder eine gute Sache. Aber zunächst stürzt es die Kommunen in arge finanzielle Nöte und die Eltern ins organisatorische Dilemma.

Denn obwohl die Voraussetzungen noch nicht geschaffen sind, müssen die Kitas bereits das Gesetz umsetzen. Das führt dazu, dass die Kinder derzeit nicht mehr überall am Stück betreut werden können. Es kann nicht sein, dass Bund oder Länder Gesetze verabschieden, ohne die oft hoch verschuldeten Gemeinden finanziell zu unterstützen. Auch in der Übergangsphase könnte man zugunsten der Eltern flexibler agieren, was die Umsetzung des neuen Gesetzes anbelangt.

Von 2026 an sollen übrigens auch Grundschulkinder nach Plänen der Regierung einen Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz haben. Einen Namen gibt es noch nicht. Wie wäre es mit „Das Gute-Grundschul-Gesetz“? Ist nur die Frage, wie das dann finanziert und störungsfrei umgesetzt werden soll.

s.glandien@volksfreund.de