Das Landesfinale beginnt

Zwölf Ortsgemeinden treten 2010 im Landesfinale des Wettbewerbes "Unser Dorf hat Zukunft" an, um sich für den Bundesentscheid im August zu qualifizieren. Darunter auch Ehlenz im Eifelkreis. Seit gestern ist die Jury in den teilnehmenden Gemeinden unterwegs

(red) Im Wettbewerbsturnus 2008 und 2009 hatten sich insgesamt 516 Gemeinden am Wettbewerb beteiligt. Damit liegt Rheinland-Pfalz bei der Wettbewerbsbeteiligung im Bundesvergleich an dritter Stelle.

"In Rheinland-Pfalz wird Dorfentwicklung ernst genommen", sagte Innenminister Karl Peter Bruch. Der Wettbewerb solle die Dorfbewohner motivieren, aktiv an der Gestaltung des eigenen Dorfes und seiner Umgebung mitzuwirken. Darüberhinaus unterstütze er die gesellschaftspolitischen Entwicklungen in den Dörfern sowie die Verbesserung der Lebensverhältnisse.

"Hier zeigt sich, wie es Dorfbewohnern gelingt, sich ein lebenswertes Umfeld zu schaffen", sagte Bruch.

Sehr zuversichtlich stimme ihn die vorbildhafte Beteiligung von Kindern, wie sie durch den Wettbewerb "Kinder- und jugendfreundliche Dorferneuerung" praktiziert werde.

Gerade vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und dem allgemeinen Strukturwandel sei es wichtig, dass die Dorferneuerung in den Ortsgemeinden zukunftsweisend und nachhaltig angelegt sei, betonte Bruch. Seit gestern bewertet die Jury die Sieger aus den Landesentscheiden 2008 und 2009: die Ortsgemeinden Duchroth (Landkreis Bad Kreuznach), Dierbach (Landkreis Südliche Weinstraße), Buch (Rhein-Lahn-Kreis), Ludwigswinkel (Landkreis Südwestpfalz), Leisel (Landkreis Birkenfeld) und Ehlenz (Eifelkreis Bitburg-Prüm) sowie die Ortsgemeinden Rumbach (Landkreis Südwestpfalz), Ediger-Eller (Landkreis Cochem-Zell), Rhodt unter Rietburg (Landkreis Südliche Weinstraße), Wolsfeld (Eifelkreis Bitburg-Prüm), Kempenich (Landkreis Ahrweiler) und Nieder-Wiesen (Landkreis Alzey-Worms).

Dörfer werden genau unter die Lupe genommen



Bei der Bewertung werden die Bereiche "Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen", "Soziale und kulturelle Aktivitäten", "Baugestaltung und -entwicklung", "Grüngestaltung und -entwicklung" und "Das Dorf in der Landschaft" unter die Lupe genommen und beurteilt.

Im Landesfinale können sich vier Ortsgemeinden aus Rheinland-Pfalz für den im August beginnenden Bundesentscheid qualifizieren.

Diesen vier Siegergemeinden im Landesfinale und den Teilnehmern am Bundesentscheid winkt ein Preisgeld in Höhe von 4000 Euro. Die übrigen Teilnehmer am Landesfinale erhalten jeweils 1600 Euro.