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Das lange Warten auf neues Bauland

Ortsentwicklung : Das lange Warten auf neues Bauland in Herforst

Nachfrage nach Baustellen gibt es in Herforst, aber leider hat die Gemeinde keine eigenen Baustellen mehr. Das neue Baugebiet am Sportplatz zieht sich durch verschärfte Maßnahmen hin.

(chb) Eigentlich ist  die Erschließung eines Baugebiets ein ganz normaler Vorgang. Dennoch braucht es von Seiten der Beteiligten manchmal viel Geduld und gute Nerven, bis endlich neue Häuser gebaut werden können. Beides hat man in Herforst. Ortsbürgermeisterin Sigrun Heinemann berichtet: „Man muss den Bestimmungen Rechnung tragen. Das Baugebiet, das wir erschließen wollen, liegt neben dem Sportplatz und es gibt Stellen, an denen unter dem Sandstein Fels ist. Das dauert seine Zeit.“

Die erste Hürde, ein Lärmgutachten, das wegen der Lage am Sportplatz notwendig war, ist bereits genommen. Jetzt geht die Gemeinde mit rund 1300 Einwohnern  die Frage der Niederschlagsentwässerung an, die sich durch das teilweise felsige Gelände schwierig gestaltet. Erste Überlegungen gingen dahin, dass man das Wasser in Auffangbecken leiten wollte, aber das wäre sehr aufwendig und teuer. „Zudem gibt es wahrscheinlich Bauherren, die das Niederschlagswasser sammeln wollen“, sagt Sigrun Heinemann.

Momentan wird nun die Möglichkeit geprüft, ob man das Wasser ableiten und versickern lassen kann. „Durch die Starkregenereignisse in den vergangenen Jahren sind die Auflagen höher geworden. Das muss bei den Planungen berücksichtigt werden“, erklärt die Ortsbürgermeisterin. Weiter sagt sie: „Wir müssen natürlich auch immer darauf achten, dass die Kosten im Rahmen bleiben. Denn sonst werden die Baustellen zu teuer, und finden keine Käufer.“

Das Baugebiet, das 8000 Quadratmeter groß ist und wo zehn Baustellen entstehen können, hat den Vorteil, dass es im Eigentum der Gemeinde ist. Wann die ersten Bauherren mit ihren Häusern anfangen können zu bauen, ist noch nicht klar. „Einen Zeitplan kann ich nicht nennen. Wenn ich ganz vorsichtig schätze, wird es im Laufe des nächsten Jahres soweit sein.“

Neben dem Baugebiet am Sportplatz ist es der Gemeinde wichtig, dass der Ortskern nicht verödet. Deshalb hat die Gemeinde schon vier ältere Gebäude in der Poststraße und St. Eligiusstraße, die leer standen, gekauft und abgerissen. Einen Bebauungsplan für die Ortsmitte gibt es bereits, aber die Flächen in diesem Areal sind nicht im Besitz der Gemeinde. „Das ist natürlich auch immer eine Frage der Verfügbarkeit und der Finanzen. Deshalb ist das nicht von heute auf morgen umzusetzen.“

Also heißt es für künftige Bauherren: Geduldig bleiben und dann in einem rechtlich abgesicherten Baugebiet mit Preisen, die für Herforst passend sind, loslegen.