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Das Platzproblem der Bitburger Feuerwehr ist noch nicht gelöst

 Nicht nur in der Fahrzeughalle ist es zu eng, auch beim Umziehen fehlt der Platz. TV-Foto: Uwe Hentschel
Nicht nur in der Fahrzeughalle ist es zu eng, auch beim Umziehen fehlt der Platz. TV-Foto: Uwe Hentschel
Bitburg. Nachdem sich die Idee zur Errichtung eines gemeinsamen Katastrophenschutzzentrums mit dem Technischen Hilfswerk zerschlagen hat, ist derzeit noch offen, wie es mit der Bitburger Feuerwache weitergehen soll. Unbestritten ist, dass die Freiwillige Feuerwehr ein Platzproblem hat.

Bitburg. "Wir sind das letzte Jahr einfach nicht dazu gekommen, weil sich die Dinge überschlagen haben", sagt Bitburgs Bürgermeister Joachim Kandels und meint damit das nach wie vor bestehende Platzproblem der Bitburger Feuerwehr. Projekte wie die Erweiterung der Kita Liebfrauen, der geplante Bau des Dorfgemeinschaftshauses in Stahl oder aber die geforderte Sanierung der Eissporthalle hätten viel Zeit und Personal in Anspruch genommen. Nun aber hat sich Kandels fest vorgenommen, das Thema Feuerwache in diesem Jahr anzugehen: Er werde sich deshalb möglichst bald um einen Termin mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier bemühen, um zunächst die Förderbedingungen und Vorgaben zu klären.
Unklar ist allerdings nach wie vor, welcher Standort als Alternative für die Freiwillige Feuerwehr infrage kommt. So gab es bereits vor drei Jahren die Überlegung, zusammen mit dem Technischen Hilfswerk (THW) ein gemeinsames Katastrophenschutzzentrum zu errichten. Denn die THW-Ortsgruppe Bitburg hat auf ihrem Stützpunkt in der Wittlicher Straße noch weniger Platz als die Feuerwehr und benötigt deshalb ebenfalls eine neue Unterkunft.
Es gab sogar ein Grundstück, das unmittelbar hinter dem Gelände der Feuerwache liegt (Richtung Bahnhofstraße), und das der Eigentümer auch zur Verfügung gestellt hätte. Doch hat der Bauausschuss dem Vorhaben vor gut einem Jahr eine Absage erteilt. Begründet wurde dies damit, dass ein gemeinsamer Stützpunkt von Feuerwehr und THW für das Wohnumfeld zu Lärmbelästigungen führen könne (der TV berichtete). Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), die für die Gebäude und Grundstücke des Technischen Hilfswerks zuständig ist, verfolgt deshalb wieder den ursprünglichen Plan, einen THW-Stützpunkt auf einem eigenen Grundstück in der Wankelstraße (Auf Merlick) zu errichten. Und Bürgermeister Kandels geht nun davon aus, dass es wahrscheinlich beim derzeitigen Standort der Feuerwehr in der Mötscher Straße bleiben wird. So gibt es neben der Feuerwache noch ein Wiesengrundstück im Eigentum der Stadt, das sich für eine Erweiterung eignen würde. Möglich wäre aber auch ein Ausbau der Wache in Richtung Bahnhofstraße.
Nicht vom Tisch ist allerdings noch immer die Rettungswache auf der Housing, die mit dem bereits begonnenen Abzug der Amerikaner zur Verfügung stehen würde. So gebe es nach wie vor Mitglieder in den städtischen Gremien, die sich eine Nutzung des erst in den 90er Jahren errichteten Gebäudes durchaus vorstellen könnten, sagt Kandels. Aus Sicht der Bitburger Feuerwehr ist die amerikanische Wache allerdings viel zu klein. Und auch die dort zusätzlich vorhandenen Panzerhallen seien für das Unterstellen der Rettungsfahrzeuge völlig ungeeignet. uhe