Das Rotationsprinzip

Liebe Leserinnen und Leser. Heute möchte ich Ihnen das so genannte Rotationsprinzip erklären: Laut meiner Definition handelt es sich dabei um eine vorwiegend in politischen Kreisen gängige Praxis, wonach bestimmte Ämter nach einer bestimmten Zeitspanne auf andere Personen wechseln müssen, was in der Regel jedoch keine Anwendung findet.

Jüngstes Beispiel ist das Herumgegurke um den Vorsitz im Zweckverband Flugplatz Bitburg. Obwohl es eine Rotationsvereinbarung gab, hat man sich nicht daran gehalten; entweder weil es nicht notwendig war, weil die Sache nicht schriftlich fixiert ist, oder weil man es schlicht vergessen hat. Das kann ja mal passieren und ist jetzt ja auch egal. Schließlich lief die Sache bisher nicht schlecht, und warum sollte man den armen Landrat so kurz vor seiner Rente aus dem Amt jagen, frage ich mich. Der Joachim Streit hat es aber auch faustdick hinter den Ohren. Ich glaube fest daran, dass der sich auf höhere Weihen vorbereitet. Man munkelt ja schon, dass Rudi Rinnen sein Nachfolger als Bürgermeister in Bitburg wird, wenn das Lächeln Joachim Streits in dem großen Gebäude an der Trierer Straße Einzug gehalten hat. Ob es dann auch eine Rotationsvereinbarung gibt? Das kann ich mir kaum vorstellen. Obwohl: Vielleicht könnten sich die Fraktionschefs einklinken; so dass zum Beispiel auch mal Frau Niewo und Rosi Biwer an die Reihe kämen. Dann könnten sich die Leute vom Denkmalamt und von der Umweltabteilung warm anziehen. Wie auch immer, ich halte nichts vom Rotationsprinzip. Platzhirsche sind mir lieber. Ich sei ja auch einer, sagt Walburga. Ich würde nämlich schon seit Jahren an meinem (Stammtisch-)stuhl kleben wie kein anderer . . .