Serie : Das Rursee-Ungeheuer

Heute in der TV-Serie „Glücksorte der Eifel“: Der Rursee im Nationalpark Eifel.

Es gibt unzählige Seen in der Eifel, natürliche ebenso wie von Menschenhand geschaffene. Die berühmten Maare oder viele kleine Stauseen, die manchmal nicht einmal einen Namen haben, prägen die Landschaft.

Der ultimative Eifelsee ist die zweitgrößte deutsche Talsperre überhaupt: der aus drei Teilen bestehende Rursee. Er wurde in den 1930er-Jahren geflutet und ist bis heute etwas, das glücklich macht. Zumindest wenn man reine Luft, grünblau schimmerndes Wasser und dichte Wälder mag.

Und an Sommerwochenenden auch den Trubel. Dann trifft sich an den Hotspots wie Schwammenauel oder Einruhr (das schreibt sich wirklich mit h) Hinz und Kunz aus nordrhein-westfälischen Städten. Sie segeln oder paddeln selbst, lassen sich auf einem der vier Ausflugsboote die Sonne auf den Leib scheinen, erwandern die Ufer, entern die Lokale, schwimmen im Naturfreibad oder fahren ihre Autos und Bikes auf den kurvigen Strecken ringsum spazieren.

Kurzum: Es ist eine Art Volksfestvergnügen, oft lecker, manchmal laut, nie langweilig. Wer am Rursee ein eher stilles Glück in freier Natur sucht und nicht in der Menge baden will, kann dem Trubel jederzeit bequem die kalte Schulter zeigen.

Zum einen: Es ist ein wirklich riesiges Gebiet mit unendlich vielen kleinen Buchten und Biegungen, sodass sich immer irgendwo ein unberührtes Fleckchen See-Natur findet.

Mehr als 780 Hektar Wasseroberfläche sind wahrlich Freiraum genug.

Zum anderen: Wochentags und zu kühleren Jahreszeiten entfaltet der See seinen besonderen Zauber.

Dann macht er seinem Spitznamen Eifel-Amazonas alle Ehre. Wanderrouten wie der Eifelsteig und der Wildnis-Trail entführen in eine Welt, in der man fast an den wohligen Grusel von See-Ungeheuern glaubt.

Und im Herbst liegt – neben geheimnisvollen Nebeln – oft ein ganz besonderer Duft über den Ufern, würzig riechend nach Wald und frischem, klarem Wasser.

Die Vulkaneiflerin Angelika Koch hat das Buch „Glücksorte in der Eifel“ geschrieben. Es ist im Frühjahr erschienen und führt quer durch die Region. Foto: Droste Verlag

Weitere Informationen zum Rursee erhält man bei folgenden Ansprechpartnern: Rursee-Touristik, Seeufer 3, 52152 Simmerath-Rurberg, Telefon 0 24 73/9 37 70, und Franz-Becker-Straße 2, 52152 Simmerath-Einruhr, Telefon 0 24 85/3 17. Wer sich im Internet über die Freizeitmöglichkeiten auf und und um den See informieren will: www.rursee.de, www.rurseeschifffahrt.de