Kommunalwahl 2019: Das sagen Politiker aus der Eifel zum Ausgang der Wahl

Kommunalwahl 2019 : Das sagen Politiker aus der Eifel zum Ausgang der Wahl

(de/noj) Die Kräfteverhältnisse wurden neu ausgelotet. Die Wähler haben entschieden. Auch wenn bis Redaktionsschluss noch nicht die endgültigen Ergebnisse zur Besetzung der kommunalpolitischen Gremien vorlagen, so zeichnet sich doch ein erkennbarer Trend ab.

Und der gefällt manchen mehr, anderen weniger.

Wir haben mit Politikern aus dem Eifelkreis über die Europa- und Kommunalwahlen gesprochen und sie nach ihrer Meinung gefragt.

Nico Steinbach (SPD, Landtagsabgeordneter): Der Trend ist leider so, dass die großen Volksparteien im Minus sind. Die Grünen legen dagegen zu. Bei den Ergebnissen für den Kreistag hoffe ich, dass wir noch aufholen können, denn es sind noch nicht alle Stimmmen ausgezählt. Wir sind aber mit dem Ergebnis natürlich nicht zufrieden. Aber hier vor Ort schlagen wir uns noch recht wacker.  In meiner Gemeinde Oberweiler bin ich mit dem Ergebnis zu meiner Wahl als Ortbürgermeister sehr zufrieden, auch mit der Wahl des Gemeinderates.

Josef Junk (SPD, Bürgermeister der VG Bitburger Land): Viel kann ich noch nicht sagen, weil  noch keine Ergebnisse von der VG-Ratswahl zu sehen sind. Aber der Trend bei der Europawahl ist deutlich, dass SPD und CDU verlieren und die Grünen zulegen. Und diese Ergebnisse scheinen sich nach unten fortzusetzen.

Ulrike Höfken (Grüne, rheinland-pfälzische Umweltministerin und Kreisvorsitzende): Wir freuen uns sehr über das Wahlergebnis und sehen uns in der Verantwortung die Themen Klima und Umwelt weiter voranzutreiben. Wir fühlen uns inhaltlich bestärkt, unseren Weg weiter zu gehen.

Carsten Lenz (Grüne, VG-Rat Bitburg Land): Die Europawahl ist offensichtlich ein großer Erfolg für die Grünen. Es zeigt sich, dass die Diskussion um Friday-for-Future Wirkung zeigt. Ich hoffe, dass sich das auch in den nächsten Landtagswahlen so fortsetzt. Auch im Kreistag ist davon auszugehen, dass wir zulegen. Man sieht, dass grüne Themen verstärkt angenommen werden.

Rudolf Rinnen (FWG, Kreisbeigeordneter): Besonders überraschend ist für mich das klare Ergebnis für Johannes Reuschen in Prüm. Ich hätte da eher ein Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet. Aber die Bürger haben offenbar entschieden, dass sie etwas Neues wollen. Trotzdem Hut ab und Respekt vor Mathilde Weinandy. Bei der Europawahl ist überraschend, dass CDU und SPD verloren haben, für uns ist es gut gelaufen, dass wir wahrscheinlich mit drei Sitzen reinkommen.

Dirk Kleis (FWG Kreistagsmitglied): Es ist ein klarer Trend zu erkennen, dass CDU und SPD verlieren und die Grünen gewinnen. Was unsere Partei angeht, gibt es nur marginale Veränderungen. Allerdings sind die größeren Orte, wo wir meist  stärker waren, noch nicht ausgezählt. Es wird spannend, wie die Konstellation im nächsten Kreistag sein wird, und welche Mehrheiten sich bilden.

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