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Das Staatsgeheimnis im Bunker

Das Staatsgeheimnis im Bunker

Im ehemaligen Bunker der Bundesbank in Mechernich-Satzvey (Kreis Euskirchen) will das Pro7-Wissensmagazin Galileo ein "Staatsgeheimnis" lüften. Ein professioneller Tresorknacker aus Hamburg versucht, die vier Tonnen schwere Bunkertür zu knacken. Wie es hinter der tonnenschweren Tresortür aussieht, weiß niemand.

 Millionenschwer: Gesa Treuner, verantwortliche Redakteurin der Sendung Galileo, zusammen mit „reaktivierten Bundes-Bankern". Profi-Tresorknacker Oliver Diederichsen dreht sich in Cochem warm: Bei den Dreharbeiten im Bunker der Bundesbank inspiziert der Profi die Tresortüren. Foto: ProfiPress
Millionenschwer: Gesa Treuner, verantwortliche Redakteurin der Sendung Galileo, zusammen mit „reaktivierten Bundes-Bankern". Profi-Tresorknacker Oliver Diederichsen dreht sich in Cochem warm: Bei den Dreharbeiten im Bunker der Bundesbank inspiziert der Profi die Tresortüren. Foto: ProfiPress

Mechernich-Satzvey. Im ehemaligen Bunker der Landeszentralbank NRW unter der Satzveyer Grundschule (Kreis Euskirchen) wurde für eine Folge des TV-Wissensmagazins Galileo (Pro7) gedreht. Dabei soll ein "Staatsgeheimnis" gelüftet werden. Denn: Die vier Tonnen schwere Tür des Tresors im Bunker ist zu, und das seit Jahrzehnten. Damit hütet der ehemalige Atomschutzbunker auf seine Weise noch immer ein "Staatsgeheimnis". Wie es hinter der tonnenschweren Tür aussieht, weiß niemand. Das aber könnte sich bald ändern, denn die Redaktion von Galileo, dem Wissensmagazin auf Pro7, ging der Sache nach.
Kein leichtes Unterfangen, denn 100 Millionen Kombinationsmöglichkeiten des Zahlen-schlosses lassen die Tresortür vom Hersteller Pohlschröder zu einem ernsthaften Zugangsproblem werden. Würde man die richtige Kombination, wie die Besucher bei den Bunkerführungen, per Hand zu finden versuchen, muss man Zeit mitbringen. Denn fast 32 Jahre würden vergehen, benötigte man zum Ausprobieren einer Kombination 10 Sekunden. Die richtige Kombination ist in etwa so wahrscheinlich wie beim Lotto der Sechser mit Zusatzzahl.
Und doch könnte das Geheimnis um den Satzveyer Tresor gelüftet worden sein, denn die Galileo-Redaktion schickte einen professionellen Tresorknacker ins Rennen. Mit Oliver Diederichsen, Geschäftsführer der Firma Tresoröffnung aus Hamburg, ging ein echter Experte ans Werk. Eigentlich, so sagte der Profi vorab, dürfte der Fall Satzvey recht einfach zu knacken sein. Dafür brauche es eben Erfahrung und die richtige Technik. Wie der Profi genau arbeitet, ist Betriebsgeheimnis. Die vier Tonnen schwere Tür jedenfalls wurde entwickelt, um für einen sicheren Verschluss zu sorgen - selbst dann, wenn Leute wie Tresorknacker Diederichsen anrücken.
Ob die Operation "Bunker-Tresortür" gelingt? Auch das ist noch geheim.
Die Antwort gibt es im November bei Galileo. Dann entführt das Team um Reporter Jan Schwiderek in die Jahre der D-Mark und des Kalten Krieges. Die Geschichte beginnt in der Bundesbankzentrale in Frankfurt/Main, denn hier finden sich noch Exemplare einer geheimen D-Mark-Serie als Notwährung (BBK II), die unter anderem in einer unbekannten Bunkeranlage in Cochem eingelagert war. Auch dieses deutsche "Fort Knox" war Drehort für Galileo.
Für Bunker-Besucher in Mechernich-Satzvey könnte bei den Führungen also künftig eine Tür mehr offen stehen - wenn denn die Tresorkammer ihr Geheimnis preisgegeben und Diederichsen den technischen Zweikampf mit der Tür gewonnen hat.
Der genaue Sendetermin steht noch nicht fest. Mehr Informationen zum Satzveyer Bunker gibt es auf:
www.bunker-doku.de