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Das Tempo selbst bestimmen

Das Tempo selbst bestimmen

BADEM/KYLLBURG. Die Kosten im Griff behalten und die Zusammenarbeit verstärken: Das sind die erklärten Ziele nach der gemeinsamen Dienstbesprechung der Ortsbürgermeister und Wehrführer.

Sie treffen sich immer zu Beginn eines jeden Jahres, halten Rückblick auf das alte und Ausblick auf das neue Jahr. So war es auch diesmal. In der Bademer Gemeindehalle sprachen die Wehrleute der VG Kyllburg über das Feuerwehrwesen. Bürgermeister Bernd Spindler dankte allen: "Ich tue dies im Namen aller Menschen in der VG Kyllburg. Ich bitte Sie, meine Herrn Wehrführer, diesen Dank an alle Feuerwehrfrauen und -männer weiter zu geben. Auch im Jahr 2005 hat sich gezeigt: Die VG Kyllburg kann sich auf ihre Wehren verlassen." Spindler machte deutlich, dass die Verwaltung trotz leerer Kassen die Mittel für die Feuerwehr nicht gekürzt hat. Er sprach sich klar für den Fortbestand auch kleiner Wehren aus. Gleichzeitig müsse die Bereitschaft, über die Ortsgrenzen hinaus miteinander zu arbeiten, verstärkt werden. "Wir müssen selbst versuchen, das Tempo zu bestimmen, bevor uns andere Tempo machen", sagte Spindler. Zum Thema neue Feuerwehrkleidung sagte der Verwaltungschef: "Ich stehe den Überlegungen aufgeschlossen gegenüber, sehe aber keinen dringenden Handlungsbedarf." Wehrleiter Manfred Heinen betrachtete das abgelaufene Jahr aus einsatztaktischer Sicht und stellte fest, dass die Anzahl der Brandeinsätze weiter rückläufig war und die Zahl der technischen Hilfeleistungen zugenommen hat. Wenn an Wochentagen tagsüber ein Einsatz ansteht, sind die meisten Wehrleute außerhalb bei der Arbeit. Die Fachleute sprechen dann von einer "nicht ausreichenden Tagesalarmbereitschaft". "Um auf der sicheren Seite zu sein, werden bei der Erstalarmierung drei Feuerwehren benachrichtigt. Sollte dadurch der ein oder andere Alarmierte tatsächlich nicht gebraucht werden, bitte ich um Verständnis", sagte Heinen. Er nahm Stellung zu den Ausführungen von Edmund Schlöder. Der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands hatte im Zusammenhang mit feuerwehrfremden Tätigkeiten der Wehrleute von "Frondienst" gesprochen. Heinen: "Was die einzelnen Wehren über den Feuerwehrdienst hinaus leisten, überlasse ich den Wehrführern. Insbesondere sollte das gute Verhältnis zu den Ortsgemeinden dadurch nicht belastet werden." Lob wurde der Feuerwehr Gindorf ausgesprochen. Spindler, Heinen und der stellvertretende Kreisfeuerwehrinspekteur Richard Wirtz sprachen von einer herausragenden Leistung. Die kleine Wehr hatte im Sommer eine Woche lang das Zeltlager der Feuerwehrjugend auf Kreisebene ausgerichtet. Zukünftig gibt es ein gemeinsames Fest der Feuerwehren und Musikkapellen der Verbandsgemeinde Kyllburg. Zum ersten Mal findet es dieses Jahr am 2. und 3. September statt.