Das war vor 20 Jahren im Eifelkreis los

Zurückgeblättert : Das war vor 20 Jahren im Eifelkreis los

Der Volksfreund wirft in der Rubrik „Zurückgeblättert“ einen Blick auf die Themen, die die Region Anfang Februar 1999 bewegten.

Schelte statt Strafe: Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Irrel, Hans-Michael Bröhl, muss kein Dienstordnungsverfahren befürchten. Die Kommunalaufsicht der Kreisverwaltung hat die Dienstaufsichtsbeschwerde der SPD im Verbandsgemeinderat zurückgewiesen. Die SPD hat Bröhl vorgeworfen, er habe das Mitteilungsblatt vom 8. Oktober dazu benutzt, seine Standpunkte zur Altenheim-Diskussion einseitig darzulegen und gegen die Genossen zu wettern. Doch die Kommunalaufsicht entscheidet, dass die Mitteilungsblätter im Kreis juristisch nicht als Amtsblätter zu werten seien. Lediglich im Hinblick auf den Sitzungsverlauf vom 8. September und eine Veröffentlichung im TV sei eine subjektive Wertung zu erkennen.

Entlassungen: Die Firma Palzkill beschließt, etwa 18 Mitarbeiter zu entlassen. Grund dafür ist die Entscheidung des Kreistags, die Müllentsorgung an die Berliner Firma Alba zu vergeben. Bisher war die Firma Palzkill, eine Tochter des RWE-Konzerns dafür zuständig. Die Vergabe an das Berliner Unternehmen, das mehrere regionale Anbieter überboten hat, soll die Kosten auf ein Drittel der bisherigen Summe senken.

Streit bei der Feuerwehr: Kreisfeuerwehr-Inspektor Leo Hilden hat genug vom Streit um die angemessene Ausrüstung der Feuerwehren. Dabei geht es um das von ihm favorisierte TSA-Konzept. Statt einem wie vom Landesfeuerwehrverband favorisierten regelrechten Feuerwehrauto (TSF) plant Hilden den Bau eines Fahrzeugs mit integriertem Tragkraftspritzenanhänger. Unterstützung bekommt Hilden dabei von Landgraf Roger Graef und dem Innenministerium. Letzteres sieht in der Erprobung des TSA-Mobils die Möglichkeit einer bedarfsgerechten, wirtschaftlichen und sparsamen Sicherstellung des örtlichen Brandschutzes.

Renovierungen im Schloss Malberg: Bei der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Schloss Malberg berichtet der Vorsitzende Richard Hüttel über die bereits erfolgten Renovierungsarbeiten am Schloss Malberg. So habe der Altbau neue Fenster und ein neues Dach bekommen. Auch der Speicherboden wurde saniert. Insgesamt seien 1,7 Millionen Mark investiert worden, um die akute Einsturzgefahr des Dachbodens zu verhindern.

Proteststurm gegen Rastplatz: Die Proteste der Bürger und Naturschutzverbände haben sich gelohnt. An der Kylltalbrücke der A 60 bei Wilsecker wird es keinen Parkplatz geben. Walter Maas, der stellvertretende Baudirektor des Trierer Straßenprojektamtes, bestätigt auf TV-Anfrage: „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Man beuge sich dem großen Widerstand. Geplan war ursprünglich ein Parkplatz, der fünf Millionen Euro kosten sollte. Auch der Bund der Steuerzahler hatte sich aus diesem Grund gegen das Projekt ausgesprochen.