Das Warme fürs Kalte

PRÜM. Gut eingepackt: Stadt und Gewerbe laden ein zum "Mantelsonntag", mit offenen Geschäften auch in Dausfeld und Niederprüm. Der Bauernmarkt am Konvikt ist zudem noch einmal deutlich angewachsen.

Schön, wenn eine Ankündigung auf diese Weise korrigiert werden muss: Zum Bauernmarkt am Konvikt sind für kommenden Sonntag nicht, wie auf dem Werbezettel verzeichnet, 20 Anbieter gemeldet, sondern bereits mehr als 30 Teilnehmer. Das freut die Stadtbürgermeisterin: "Wir haben dieses Jahr ganz stark zugelegt", sagt Mathilde Weinandy: "Viele Direktvermarkter sind dabei, viele kreative Sachen aus der ganzen Eifel. Zudem hat sich noch ein Anbieter aus Nordrhein-Westfalen angemeldet." Ebenfalls am Konvikt vertreten: Das Projekt "Regionen aktiv" mit der ganzen Palette der Eifel-Dachmarkenprodukte. Im Konvikt verkaufen die Landfrauen Kuchen, hält die Zentralbücherei Lektüre bereit und bietet das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum eine "Kartoffelwerkstatt". In der Kapelle: Bilder von Karl-Heinz Hennerici. Zur Eröffnung, verspricht die Bürgermeisterin, werde es außerdem keine zähen Reden geben, sondern einen flüssigen Frühschoppen, "mit Quetschböggelmusik von 11.30 bis 13 Uhr". Klingt gut - und genau so gut laufe die Zusammenarbeit mit dem Gewerbeverein, betont Mathilde Weinandy. Die Beschilderung in der Hillstraße - die kürzeste Verbindung zwischen Konvikt und Innenstadt - sei noch einmal verbessert worden. "Unser Ziel ist es, in der Hillstraße noch mehr anzubieten. Aber das ist noch in der Mache - für 2006." In diesem Jahr sind unterdessen die Prümer Geschäfte und Gastronomie-Betriebe, getreu dem Motto der herbstlichen Marketing-Kampagne, "Feuer und Flamme" für ihre Kunden. Denn traditionsgemäß kommen am dritten Oktobersonntag "die Leute aus dem ganzen Umland", sagt die frisch gewählte Gewerbevereins-Vorsitzende Christine Kausen. "Es ist viel Betrieb, gottseidank. Und es wird auch gekauft." Die Geschäfte öffnen um zwölf Uhr. Offizieller Ladenschluss ist um 17 Uhr. Mit Betonung auf "offiziell". Christine Kausen: "In Prüm ist man so lange da, wie die Kunden da sind." Da werde niemand um Punkt fünf aus dem Geschäft komplimentiert. Auch die Gewerbevereins-Vorsitzende freut sich nicht nur über viele Spezial-Angebote ihrer Vereinskollegen, sondern ebenfalls über den großen Kram- und den vergrößerten Bauernmarkt: Da habe die Bürgermeisterin "echt was auf die Beine gestellt". Und wieso heißt der Mantelsonntag jetzt Mantelsonntag? Ganz einfach: Weil sich traditionsgemäß vor Allerheiligen die Eifeler vom Land in die Stadt begeben haben, um sich dort für die kalte Jahreszeit mit warmen Sachen einzudecken. Der Gewerbeverein macht sich unterdessen bereits warm für die nächste "Prümer Jahreszeit": "Wir hatten die erste Sitzung vom neuen Vorstand des Gewerbevereins und des Stadtmarketings", berichtet Christine Kausen: "Und da haben wir schon die ersten Ideen auf den Weg gebracht für unsere Weihnachts-Aktivität. Aber es wäre schön, wenn sich noch andere melden, um Ideen und Anregungen beizusteuern. Wir wollen nämlich kein kleines Clübchen sein, sondern sind offen nach allen Seiten." Wer dabei mitmischen möchte, kann sich unter Telefon 06551/2354 an die Gewerbevereins-Vorsitzende wenden. Zum Mantelsonntag am 16. Oktober ist die Innenstadt von 9 Uhr bis 18.30 Uhr gesperrt.