Das Wasser weicht

Die starken Regenfälle haben aufgehört, und auch die Pegelstände der über ihre Ufer getretenen Flüsse nehmen wieder ab. Im Eifelkreis Bitburg-Prüm sind große Hochwasser-Schäden am Wochenende ausgeblieben.

Bitburg/Prüm. Die kritische Hochwasserlage vom Freitag hat sich am Wochenende wieder entspannt. Einen Eindruck der extremen Wettersituation vermittelten am Samstag und Sonntag noch die zahlreichen Wasserlachen auf den Feldern in Gewässernähe sowie Schlamm auf Fußwegen und Straßen. Die Flüsse und Bäche im Eifelkreis sind zudem weiterhin deutlich braun gefärbt und weisen erhöhte Pegelstände auf.

Unterdessen meldeten die Polizeiinspektionen Bitburg und Prüm jedoch keine wetterbedingten Einsätze mehr. Auch für die örtlichen Feuerwehren verlief das Wochenende recht friedlich. "Für heute ist ruhiges Wetter gemeldet", erklärte Marco Engler von der Feuerwehr Bitburg am Samstag und blickte den folgenden Tagen entspannt entgegen.

Lediglich am späten Freitagabend waren die Bitburger Wehrleute noch einmal ausgerückt, um in Bitburg-Stahl Wasser abzupumpen. Dadurch sollten Wasserschäden an Gebäuden oder sonstige Gefahrensituationen vermieden werden.

"Sorgenkind" ist die Nims



Ähnlich ruhig blieb es auch an der Sauer in Bollendorf. Wie eine Passantin berichtete, hatte das Wasser am frühen Samstagmorgen teilweise noch bis zur Straße gestanden. Kurze Zeit später begannen die Pegelstände jedoch wieder zu sinken. Im Prümer Land wurde der Regen in der Nacht von Freitag auf Samstag durch Schneefall ersetzt, wie die Polizei berichtete.

Mit dieser eher harmlosen Entwicklung hatte man am Freitag vielerorts nicht gerechnet. In Anbetracht der zugespitzten Wetterlage hatte das Land eine Hochwasser-Warnung für den Eifelkreis herausgegeben. Die Pegel der Flüsse waren rasch angestiegen und hatten am frühen Abend einen sehr kritischen Stand erreicht. In einigen Orten waren die Feuerwehren im Einsatz, unter anderem in Alsdorf und Bitburg-Stahl. Denn vor allem die Nims war stark angeschwollen und über ihre Ufer getreten.