"Das Zentrum wird kaputt geredet"

Projektentwickler Jürgen Kramp, der an Bitburgs Rautenberg ein Fachmarkt-Zentrum bauen will, war entsetzt, als er die Stellungnahme der Bitburger CDU zu seinem Vorhaben las. Im Gespräch mit dem TV dementiert Kramp die Informationen des CDU-Stadtvorstands, nach denen C&A sowie Promarkt als Ankermieter bereits abgesprungen seien.

Bitburg. (scho) "Hier wird der Versuch unternommen, mit Halbwahrheiten das Rautenberg-Zentrum kaputt zu reden", sagt Jürgen Kramp, Projektentwickler und Geschäftsführer der KR GmbH Drolshagen. Nicht nur bei ihm, auch bei C&A und Promarkt herrschte gestern Verwunderung über die Informationen des Bitburger CDU-Stadtvorstands, nach denen C&A sowie Promarkt als Ankermieter des Zentrums abgesprungen seien (der TV berichtete). "Gegenüber der ursprünglichen Planung hat sich nichts geändert. Die, die wir zu Beginn an Bord hatten, sind auch weiterhin mit von der Partie", dementiert Kramp die Gerüchte. Auch Promarkt bestätigt dem TV, dass sich nichts an den Einzugsplänen des Unterhaltungs- und Elektro-Fachmarkts ins Rautenberg-Zentrum geändert habe. Auf den rund 8000 Quadratmetern Verkaufsfläche sollen neben diesen beiden Groß-Mietern unter anderem Edeka, ein DM-Drogeriemarkt, ein NKD-Kleinpreismarkt, ein Mister&Lady-Jeansladen, eine Apotheke und ein Geschenkartikel-Geschäft einziehen. Interessenten für gesamte Verkaufsfläche

Auch ein Fitness-Studio ist geplant. "Wir haben für die gesamte Verkaufsfläche Interessenten", sagt Kramp und verweist auf die 1200 Quadratmeter Bürofläche, die zudem entstehen. "Was die Zuschnitte der Büros angeht, können wir flexibel auf die Vorstellungen der Firmen reagieren", sagt Kramp. Rund 20 Millionen Euro will er in das Fachmarkt-Zentrum investieren. Dass dies zuletzt unter dem Begriff "Einkaufs-Zentrum" Furore machte (der TV berichtete), erklärt er mit "redaktionellen Fehlern" der Anwaltskanzlei, die mit der Prüfung des Bebauungsplan-Entwurfs beauftragt war. Kramp: "Wir wollten eben alles besonders gut machen und uns auch rechtlich absichern. Dabei ist es zu diesem ärgerlichen Fehler gekommen, was wir sehr bedauern", sagt Kramp. Was die ebenfalls vom CDU-Stadtvorstand kritisierte drei Jahre währende und bislang erfolglose Planerei angeht, verweist Kramp auf die langwierigen Vertrags-Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern: "So was verhandelt man nicht in wenigen Tagen." Zudem habe natürlich auch das Aufbegehren der Anwohner dazu geführt, dass das Abstimmen der Planung sich in die Länge zieht. Nachholen will er auf jeden Fall das Einarbeiten bereits getroffener Rats-Beschlüsse. Etwa den, dass zusammen mit dem Zentrum auch ein Baugebiet von knapp 40 Grundstücken entwickelt werden soll. Die Hälfte der Flächen sei bereits reserviert.