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Daten statt Papier: Kreisverwaltung setzt auf die E-Rechnung

Kommunalpolitik : Daten statt Papier: Behörde setzt auf E-Rechnung

Der Kreistag berät heute über einen Antrag der FDP. Die geht davon aus, dass sich Tausende Euro sparen ließen, wenn alle Rechnungen per Mail verschickt werden.

Die Kreisverwaltung Bitburg-Prüm stellt ab April 2019 ihr Kassensystem um. Statt jede Rechnung, die die Behörde erhält, in Papierform abzuheften, sollen diese zukünftig in einer Datenbank erfasst werden. „Das erleichtert uns die Suche nach Vorgängen“, sagt der Sprecher der Verwaltung.

Die Einführung eines solchen Systems, das Rechnungen elektronisch erfasst, hatte die FDP-Fraktion im Kreistag gefordert. Auf Antrag der Liberalen soll das Gremium heute darüber abstimmen, das neue Kassensystem auf den Weg zu bringen. Denn laut einer EU-Richtlinie müssten alle Kommunen bis April 2020 ein solches umgesetzt haben. Nun werden es die Eifeler wohl ein Jahr schneller schaffen.

FDP-Fraktionsvorsitzender Jürgen Krämer hatte in seiner Anfrage aber noch ein anderes Anliegen: die Umstellung auf elektronische Rechnungen. Kunden würden dann Rechnungen von der Kreisverwaltung zukünftig als Mail statt als Brief bekommen. Dies würde nach Schätzung der Liberalen Tausende Euro Portokosten sparen.

Dies sei so weit eingeführt, wie dies rechtlich möglich sei, sagt der Sprecher des Kreises. Denn nach dem Verwaltungsverfahrensgesetz dürfe der Kreis nur denjenigen Personen eine Rechnung als Mail zuschicken, die der Behörde dies erlaubt hätten. Und das seien bislang nicht besonders viele. Insgesamt verschicke die Verwaltung nur selten Rechnungen an Privatpersonen. Das Sparpotential sei daher nach Einschätzung der Verwaltung eher gering.