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Daumen hoch für die Turnhalle

Daumen hoch für die Turnhalle

Der Jugendhilfeausschuss hat sich einvernehmlich für die Sanierung der Sporthalle in Waxweiler ausgesprochen. Für den Neubau eines Bads in Echternacherbrück müssen aber noch Fragen beantwortet werden.

Irrel/Arzfeld Freude auf der einen, Enttäuschung auf der anderen Seite: Der Jugendhilfeausschuss hat am Montag einstimmig beschlossen, dass die Generalsanierung der Sporthalle in Waxweiler an erster Stelle der Prioritätenliste der Sportanlagenförderung 2018 aufgenommen werden soll. Die Kosten liegen bei 1,17 Millionen Euro.
Vorläufig zurückgestellt wurde der Neubau des Hallenbads in Echternacherbrück und zwar so lange, bis die offenen Fragen zum Nachweis der Förderfähigkeit des Projekts geklärt sind.
Die Entscheidung kam für Moritz Petry, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Südeifel, nicht unerwartet. Schon am 14. Juni hatte die Kommunalaufsicht des Eifelkreises Bitburg-Prüm ihre Zustimmung zu dem Projekt versagt. "Dies führt uns wieder einmal schonungslos vor Augen, wie ernst es um die finanzielle Situation unserer VG steht", heißt es von Seiten der CDU-Fraktion (der TV berichtete).
"Wir sind enttäuscht, dass sich der Neubau finanziell derzeit nicht abbilden lässt", sagt Moritz Petry. "Wir können uns nichts leisten, noch nicht einmal die Sanierung des Hallenbads in Irrel." Die würde, laut Gutachten der Firma Constrata, fast 6,5 Millionen Euro kosten.
Der Neubau eines gemeinsamen Schwimmbads mit Echternach "ist die nächsten Jahre auf Eis gelegt", befürchtet Petry. Schwimmen lernen können die Kinder trotzdem - im sanierungsbedürftigen Schwimmbad in Irrel. Da soll der Badebetrieb aufrechterhalten werden - auch wenn die VG unter den Betriebs- und Unterhaltungskosten ächzt. Jährlich zahlt sie dafür 320 000 Euro.
Michael Billen, Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses, rät der VG, ein ganz neues Konzept zu erstellen. "Am besten ist, die holen sich jetzt ein weißes Blatt Papier und fangen noch mal neu an."
In dem Zusammenhang spielt auch die Sanierung der Turnhalle über dem Schwimmbad eine Rolle. Denn die fällt in die Zuständigkeit des Eifelkreises. Sollte diese saniert werden, könnte das die Kosten für die Renovierung des Hallenbads senken.
In die Jahre gekommen ist auch die Turnhalle in Waxweiler. "Die Sanierung ist dringend notwendig, weil es nach 40 Jahren viele Defizite gibt", sagt Andreas Kruppert, Bürgermeister der VG Arzfeld. Die Halle wird nicht nur für den Schulsport genutzt, sondern auch von vielen Vereinen, wie dem Tischtennisverein, dem Turn- und Sportverein Arzfeld, diversen Fußballvereinen und Gymnastikgruppen. "Die Halle ist permanent belegt, deswegen ist es natürlich schön, dass wir jetzt den Zuschlag bekommen haben", sagt Kruppert.
Extra: TURNHALLE IN WAXWEILER


Die Halle wurde Anfang der 70er Jahre erbaut, damals als Schulsporthalle für die zweizügige Grund- und Hauptschule Waxweiler. Der Sanierungsbedarf besteht hinsichtlich des unebenen Hallenbodens, des Brandschutzes, der ungünstigen Lichtverhältnisse, der Dämmung der Fassade, der sanitären Einrichtungen, der elektrischen Beleuchtung, der Heizkörper sowie der Barrierefreiheit. Die Halle wird für den Schulsport und für den Vereinssport genutzt.