Demografie

Zur Debatte um den Umgang mit dem demografischen Wandel in der Eifel meint dieser Leser:

Ich schließe mich den Ausführungen von Malu Dreyer (Stichwort Bauernhof, Dorfnutzung) und der Meinung im Kommentar des Redakteurs Christian Brunker an. Die Essenz der gesammelten Vorstellungen und Wünsche der anwesenden "Senioren": Mit anderen zusammen, mehrere Generationen, noch was tun können, gewohnte Umgebung, Mobilität! Leider sieht die Realität etwas anders aus: Unser Projekt "Mehrgenerationenhaus Hof Eulendorf" kommt deshalb nicht auf die Beine, weil es nicht ins derzeitige politisch Gewollte passt: Kleine Orte (Gransdorf) werden nicht unterstützt und gefördert! Gewohnte Umgebung heißt doch auch, wohnen ähnlich wie immer, nicht in Bienenwaben mit möglichst allem Komfort, aber nur in vier Wänden mit vielleicht einem eigenen Möbelstück. Highlights sind der Kaffee und Bingo. Mobilität heißt doch nicht, zehn Jahre oder länger durch Bitburg zu spazieren. Das erschöpft sich schnell. Ein Bürgerbus oder Shuttle für komplexe Wohnanlagen ist jederzeit machbar. Zudem gibt es bei Mehrgenerationenhäusern immer noch fahrtüchtige Personen mit eigenem PKW. Ich denke, es wird noch viele (angekündigte) derartige Veranstaltungen geben, und es werden Diskussionen geführt werden. Allein, heraus kommen immer nur diese "Seniorenresidenzen" oder "Scheinmehrgenerationenhäuser", in denen ausschließlich Senioren wohnen und hin und wieder Chöre, Vereine, Kindergärten oder Ähnliches eingeladen werden zur Rechtfertigung. Es ist fraglich, wie Christian Brunker sinngemäß meint, ob die Politik es schafft, die Entwicklung noch zu richten, dahin wie Malu Dreyer es ausführte. Noch ein Beispiel: Der alte Ortskern in Kyllburg steht halb leer, stirbt aus. Dahin müssen (nach Malu Dreyer) die Gelder gehen, nicht in sterile Plattenbauten. Wer fühlt sich da wohl? Die Dörfer leeren sich von Jung und Alt! Günther Schotten, Gransdorf